„Ich sah den blassen Schüler der unheiligen Künste neben dem Ding knien, das er zusammengebaut hatte. Ich sah das abscheuliche Phantom eines ausgestreckten Mannes, der dann, beim Betrieb eines mächtigen Motors, Lebenszeichen zeigte. ... Seine Gliedmaßen waren im Verhältnis dazu, und ich hatte seine Gesichtszüge als wunderschön ausgewählt! Aber diese Üppigkeit bildete nur einen noch schrecklicheren Kontrast zu seinen wässrigen Augen, die fast die gleiche Farbe zu haben schienen wie die dunkelweißen Augenhöhlen, in denen sie saßen, zu seinem faltigen Teint und seinen geraden schwarzen Lippen.
Shelley war von diesem Albtraum zutiefst betroffen und er blieb tagelang bei ihr. Sie beschloss schließlich, daraus eine Geschichte aufzuschreiben, die zu Frankenstein wurde; oder Der moderne Prometheus.
Die Geschichte von Frankenstein wird oft als warnende Geschichte über die Gefahren wissenschaftlicher Hybris und des Strebens nach Wissen ohne ethische Überlegungen interpretiert. Der Roman befasst sich auch mit den Themen Leben und Tod, der Natur der Menschheit und den Konsequenzen unseres Handelns.