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Was ist die Idee der verkörperten Erkenntnis?

Verkörperte Kognition ist ein theoretischer Rahmen, der besagt, dass unsere kognitiven Prozesse stark von unserem physischen Körper und unseren Interaktionen mit der Umwelt beeinflusst werden. Dieser Rahmen stellt die traditionelle Ansicht in Frage, dass Kognition ein rein mentaler Prozess ist, der im Gehirn stattfindet, unabhängig vom Körper und der Umwelt.

Die verkörperte Kognition betont die Rolle des Körpers und der Umwelt bei der Gestaltung unserer Wahrnehmung, unseres Denkens und unserer Entscheidungsfindung. Aus dieser Perspektive spielen unsere körperlichen Erfahrungen, einschließlich unserer Körperbewegungen, unserer Sinneswahrnehmungen und unserer Interaktionen mit der physischen Welt, eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung unserer kognitiven Darstellungen und mentalen Prozesse.

Hier sind einige Schlüsselideen im Zusammenhang mit verkörperter Kognition:

Sensomotorische Erdung :Verkörperte Kognition betont die Idee, dass unsere kognitiven Prozesse auf unseren sensomotorischen Erfahrungen basieren. Unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Verständnis werden davon beeinflusst, wie wir unseren Körper bewegen, mit Objekten interagieren und die Umwelt wahrnehmen.

Aktionsbasierte Darstellungen :Verkörperte Kognition geht davon aus, dass unsere mentalen Darstellungen von Objekten, Konzepten und Ereignissen oft auf unseren Handlungen und Erfahrungen basieren. Beispielsweise kann unser Konzept einer Tasse auf unseren Handlungen basieren, wie wir eine Tasse halten, daraus trinken und ausgießen.

Konzeptionelle Metaphern :Verkörperte Kognition unterstreicht auch die Verwendung metaphorischer Zuordnungen zwischen körperlichen Erfahrungen und abstrakten Konzepten. Beispielsweise verwenden wir häufig räumliche Metaphern, um Zeit („die Zeit vergeht wie im Flug“) oder Verständnis („Ich begreife das Konzept“) zu beschreiben. Diese Metaphern spiegeln den Einfluss unserer körperlichen Erfahrungen auf unser konzeptionelles Verständnis wider.

Situierte Kognition :Bei der verkörperten Kognition wird davon ausgegangen, dass Kognition im Kontext unserer physischen und sozialen Umgebung angesiedelt ist. Unsere Gedanken, Gefühle und Entscheidungen werden von unserer unmittelbaren Umgebung, den Menschen, mit denen wir interagieren, und den kulturellen Normen und Praktiken beeinflusst, die unsere Erfahrungen prägen.

Gehirn-Körper-Interaktion :Verkörperte Kognition erkennt die enge Beziehung zwischen Gehirn und Körper. Während kognitive Prozesse im Gehirn ablaufen, werden sie von unseren körperlichen Erfahrungen und Umweltinteraktionen beeinflusst und in diese integriert.

Durch die Betonung der Rolle des Körpers und der Umwelt stellt die verkörperte Kognition den traditionellen Geist-Körper-Dualismus in Frage und sorgt für ein ganzheitlicheres Verständnis der menschlichen Kognition. Dieser Rahmen hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, darunter Neurowissenschaften, kognitive Psychologie, Linguistik und künstliche Intelligenz.

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