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Wie trugen Stolz und Selbstüberschätzung zum Untergang der Titanic bei?

Stolz und Selbstüberschätzung spielten eine wichtige Rolle beim Untergang der RMS Titanic, der in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 im Nordatlantik stattfand und den Tod von über 1.500 Menschen zur Folge hatte. Diese Faktoren trugen zu einer Reihe von Entscheidungen bei, die letztendlich zur Katastrophe führten:

1. Der Glaube an „Unsinkbarkeit“ und die unzureichende Kapazität des Rettungsboots :Die Titanic wurde als „das unsinkbare Schiff“ gefeiert, was bei ihren Konstrukteuren, Erbauern und Besatzungsmitgliedern zu einem falschen Sicherheitsgefühl führte. Diese Selbstüberschätzung führte dazu, dass das Schiff nur einen Bruchteil seiner gesamten Passagier- und Besatzungskapazität mit Rettungsbooten aufnehmen konnte. Die Kapazität des Rettungsboots basierte auf veralteten Vorschriften und der Annahme, dass die wasserdichten Abteilungen des Schiffes ein Untergehen verhindern würden.

2. Warnungen ignorieren :Obwohl Kapitän Edward Smith mehrere Eiswarnungen von anderen Schiffen in der Nähe erhielt, beschloss er, die Geschwindigkeit und den Kurs der Titanic beizubehalten. Diese Entscheidung basierte auf der Überzeugung, dass das Schiff ohne nennenswerte Risiken durch eisverseuchte Gewässer navigieren konnte. Die Warnungen wurden entweder missachtet oder nicht effektiv an die Besatzung kommuniziert, was zu einer mangelnden Vorbereitung auf einen Notfall führte.

3. Übermäßige Geschwindigkeit unter gefährlichen Bedingungen :Kapitän Smith und seine Crew trieben die Titanic auf hohe Geschwindigkeit, obwohl in der Gegend von Eisbergen berichtet worden war. Das Schiff fuhr mit etwa 22 Knoten, was in eisigen Gewässern schneller war als empfohlen. Die zu hohe Geschwindigkeit verringerte die Manövrierfähigkeit des Schiffes und erschwerte das Ausweichen vor Hindernissen.

4. Fehler beim Veröffentlichen von Hinweisen :Die Titanic verfügte nicht über ausreichend Wachposten am Krähennest. Es waren nur zwei Wachposten im Einsatz, und diese waren nicht mit Ferngläsern ausgestattet. Dieser Mangel an angemessener Beobachtung trug dazu bei, dass der Eisberg erst spät gesichtet wurde, wodurch sich die Zeit verkürzte, die dem Schiff für Ausweichmanöver zur Verfügung stand.

5. Ineffektive Kompartimentierung :Die Titanic war mit 16 wasserdichten Abteilungen ausgestattet, die verhindern sollten, dass das Schiff im Falle einer Beschädigung einer oder mehrerer Abteilungen untergeht. Allerdings haben die Konstrukteure nicht die Möglichkeit berücksichtigt, dass mehrere Abteilungen gleichzeitig durchbrochen werden könnten, wie es beim Aufprall der Titanic auf den Eisberg der Fall war.

6. Unzureichende Schulung und Koordination :Die Besatzung der Titanic war nicht ausreichend auf eine Notfallsituation vorbereitet. Es gab Mängel in der Ausbildung und Koordination, die wirksame Reaktions- und Evakuierungsbemühungen behinderten. Die Besatzung war mit der Anordnung und dem Betrieb der Rettungsboote nicht vertraut, was zu Verwirrung und Verzögerungen beim Aussetzen der Rettungsboote führte.

7. Richtlinie „Frauen und Kinder zuerst“ :Beim Einsteigen in Rettungsboote galt zwar die Regel „Frauen und Kinder zuerst“, diese wurde jedoch nicht strikt durchgesetzt, und viele Männer blieben an Bord, während Frauen und Kinder hätten gerettet werden können. Obwohl diese Politik gut gemeint war, trug sie auch zu einer unverhältnismäßig hohen Zahl männlicher Opfer bei.

8. Mangelnde Vorschriften und Aufsicht :Der maritimen Industrie fehlten damals strenge Vorschriften und Aufsicht. Die Eigner der Titanic, die White Star Line, legten Wert auf Geschwindigkeit und Luxus gegenüber Sicherheitsaspekten. Die in der Schifffahrtsbranche vorherrschende Haltung „Sicherheit um jeden Preis“ führte zu einer unzureichenden Vorbereitung auf Notfälle.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Untergang der Titanic auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist, darunter Stolz, Selbstüberschätzung, unzureichende Sicherheitsmaßnahmen und das Versäumnis, Risiken richtig einzuschätzen und zu mindern. Diese Faktoren führten zu einer Reihe von Entscheidungen, die letztendlich zum tragischen Verlust von Menschenleben führten und nachhaltige Auswirkungen auf die Sicherheitsbestimmungen im Seeverkehr hinterließen.

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