1. Die Pest: Das Stück beginnt damit, dass Theben an einer Pest leidet und die Bürger ihren König Ödipus um Hilfe bitten. Dies schafft die Voraussetzungen für die weiteren Ereignisse und verdeutlicht die Dringlichkeit einer Lösungsfindung.
2. Ödipus' Untersuchung: Ödipus schwört, die Ursache der Pest zu finden, indem er den Mord an dem früheren König Laios untersucht. Er befiehlt Tiresias, einem blinden Propheten, die Wahrheit zu offenbaren, doch Tiresias zögert zunächst aufgrund der möglichen Konsequenzen.
3. Kreons Ankunft: Ödipus schickt seinen Schwager Kreon nach Delphi, um das Orakel zu befragen. Kreon kehrt mit der Offenbarung zurück, dass die Pest erst dann enden wird, wenn der Mörder von Laios bestraft wird. Dies intensiviert die Suche nach der Wahrheit.
4. Ödipus‘ Konfrontation mit Tiresias: Ödipus stellt Tiresias zur Rede und beschuldigt ihn, Informationen zurückzuhalten. Tiresias enthüllt schließlich, dass Ödipus selbst der Mörder von Laios ist, und er sagt auch den Untergang und das Leiden von Ödipus voraus.
5. Jocastas Beteiligung: Ödipus‘ Frau Jocasta versucht, Tiresias‘ Prophezeiung als bloße Spekulation abzutun. Sie enthüllt, dass Laios vorhergesagt wurde, dass er von seinem eigenen Sohn getötet würde, aber sie versichert Ödipus, dass dies nicht geschehen sei. Ihre Versuche, Ödipus zu beruhigen, verstärken jedoch nur die Spannung.
6. Die Ankunft des Boten: Ein Bote kommt aus Korinth und überbringt die Nachricht, dass Ödipus‘ angeblicher Vater Polybos gestorben ist. Dies scheint Ödipus von der Prophezeiung zu entlasten, seinen Vater zu töten, wird aber später für die Enthüllung der Wahrheit von entscheidender Bedeutung.
7. Ödipus‘ Vergangenheit enthüllt: Im weiteren Verlauf der Ermittlungen tauchen immer mehr Beweise auf, die darauf hindeuten, dass Ödipus der Mörder von Laios ist. Ein Hirte und ein Überlebender der Begegnung mit Laios liefern weitere Details, die die Beteiligung von Ödipus bestätigen.
8. Jocastas Erkenntnis und Tod: Jocasta versteht endlich die Wahrheit und ist am Boden zerstört. Sie erkennt, dass sie ihren eigenen Sohn geheiratet und Mutter seiner Kinder geworden ist. Sie kann die Offenbarung nicht ertragen und nimmt sich das Leben.
Diese Ereignisse bauen aufeinander auf und erzeugen ein Gefühl der Spannung und des Schreckens. Der Höhepunkt des Stücks findet statt, wenn Ödipus die tragische Wahrheit vollständig begreift und sich den Konsequenzen seines Handelns stellt, die zu seinem Untergang und Leiden führen.