1. Mediendarstellung: Medien, darunter Filme, Fernsehsendungen, Werbung und soziale Medien, halten häufig Stereotypen über Geschlechterrollen aufrecht. Männer werden typischerweise als stark, aggressiv und dominant dargestellt, während Frauen als sanft, passiv und fürsorglich dargestellt werden. Dies bestärkt die Vorstellung, dass jedem Geschlecht bestimmte Merkmale und Verhaltensweisen innewohnen.
2. Geschlechtsspezifische Sprache: Sprache kann eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Geschlechterrollen spielen. Die Verwendung geschlechtsspezifischer Pronomen und Phrasen wie „man up“ oder „be a lady“ verstärkt die Vorstellung, dass von jedem Geschlecht bestimmte Verhaltensweisen erwartet werden.
3. Lehrmaterialien: Bildungsressourcen wie Lehrbücher und Lernmaterialien können häufig Geschlechterstereotypen verstärken. Traditionell werden bestimmte Fächer wie Mathematik und Naturwissenschaften mit Männern in Verbindung gebracht, während Fächer wie Literatur und Kunst mit Frauen in Verbindung gebracht werden.
4. Familiendynamik: Familien können eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von Geschlechterrollen spielen. Traditionelle Geschlechterrollen werden oft von Generation zu Generation weitergegeben, wobei die Eltern bestimmte Erwartungen an ihre Söhne und Töchter verstärken.
5. Gruppenzwang: Kinder und Jugendliche werden von Gleichaltrigen beeinflusst und Gruppenzwang kann die Geschlechterrollen stärken. Beispielsweise könnten Jungen davon abgehalten werden, Gefühle auszudrücken oder sich an Aktivitäten zu beteiligen, die als „weiblich“ gelten, während Mädchen möglicherweise davon abgehalten werden, Berufe anzustreben, die traditionell als männerdominiert angesehen werden.
6. Soziale Normen: Gesellschaftliche Normen und Erwartungen tragen zur Stärkung der Geschlechterrollen bei. Beispielsweise könnten Frauen dem Druck ausgesetzt sein, den gesellschaftlichen Erwartungen an Schönheit und Aussehen zu entsprechen, während Männer möglicherweise das Bedürfnis verspüren, Stärke und Stoizismus zu demonstrieren.
7. Geschlechtsspezifische Berufe: Die Trennung der Berufe nach Geschlechtern verstärkt die Vorstellung, dass bestimmte Berufe eher für Männer oder Frauen geeignet sind. Beispielsweise sind Bereiche wie Ingenieurwesen und Baugewerbe häufig von Männern dominiert, während Sektoren wie Krankenpflege und Lehrtätigkeit überwiegend von Frauen dominiert werden.
8. Geschlechtsspezifisches Lohngefälle: Das anhaltende geschlechtsspezifische Lohngefälle bestärkt die Vorstellung, dass die Arbeit von Frauen weniger geschätzt wird als die von Männern. Diese Ungleichheit trägt zur Aufrechterhaltung der Geschlechterrollen und der Vorstellung bei, dass Männer die Hauptverdiener sind.
Um diese verstärkten Geschlechterrollen in Frage zu stellen und abzubauen, sind bewusste Bemühungen, Bewusstsein und die Verpflichtung zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter erforderlich. Dazu gehört die kritische Bewertung von Mediendarstellungen, Lehrmaterialien und gesellschaftlichen Normen sowie die Ermutigung des Einzelnen, sich von stereotypen Erwartungen zu befreien.