Hier ist der Grund:
* Hus wurde von John Wycliffe beeinflusst. Wycliffe, der Hus stark beeinflusste, glaubte an eine Form der Prädestination. Er argumentierte, dass Gott vorherbestimmt habe, wer gerettet und wer verdammt werden würde. Dieser Glaube war jedoch nuanciert und bedeutete nicht unbedingt, dass Menschen keinen freien Willen hätten.
* Hus‘ eigene Schriften sind mehrdeutig. Hus' eigene Schriften zu diesem Thema lassen Raum für Interpretationen. Er konzentrierte sich mehr auf die Themen sakramentale Theologie, die Autorität der Kirche und die Notwendigkeit von Reformen , und nicht auf die Feinheiten der Prädestination.
* Es gibt unterschiedliche Interpretationen. Einige Gelehrte glauben, dass Hus eine Form der Prädestination akzeptierte, die der von Wycliffe ähnelte, während andere glauben, dass er dies nicht tat. Unter Historikern besteht kein klarer Konsens.
Es ist wichtig zu beachten:
* Hus' Hauptanliegen unterschieden sich von der strikten Fokussierung auf die Prädestination. Er konzentrierte sich mehr auf Themen wie die Autorität der Kirche, die Rolle der Heiligen Schrift und die Notwendigkeit einer Reform.
* Das Konzept der Prädestination war komplex und wurde sogar innerhalb der katholischen Kirche diskutiert. Es gab verschiedene Interpretationen der Lehre.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hus zwar von Wycliffe beeinflusst wurde, seine eigenen Schriften zur Prädestination jedoch nicht eindeutig sind. Es ist schwer, definitiv zu sagen, ob er genauso an die Prädestination glaubte wie Wycliffe, und es gibt unterschiedliche Interpretationen unter Historikern.