Wenn eine Kamera erkennt, dass ein Fahrzeug die angegebene Geschwindigkeitsbegrenzung überschreitet oder über eine rote Ampel fährt, macht sie ein Foto des Nummernschilds des Fahrzeugs und sendet es an die zuständige Verkehrspolizei. Dem Halter des mit diesem Kennzeichen registrierten Fahrzeugs wird dann ein Fototicket ausgestellt.
Fototickets enthalten in der Regel Informationen wie Datum, Uhrzeit und Ort des Verstoßes, die Marke, das Modell und das Nummernschild des Fahrzeugs, die Geschwindigkeit, mit der das Fahrzeug gefahren ist (bei Geschwindigkeitsverstößen) und die geltende Geldbuße bzw Strafe. Der Empfänger des Strafzettels hat möglicherweise die Möglichkeit, die Geldstrafe zu zahlen, den Verstoß anzufechten oder ein Schuldeingeständnis abzugeben.
Fototickets sollen die Verkehrssicherheit verbessern, indem sie Verkehrsverstöße abschrecken und die Einhaltung der Verkehrsregeln fördern. Sie werden von einigen Kommunen und Gerichtsbarkeiten auch als umsatzgenerierende Maßnahme eingesetzt. Fototickets sind jedoch Gegenstand von Kritik und rechtlichen Anfechtungen, wobei einige argumentieren, dass sie das Recht auf Privatsphäre verletzen und anfällig für Ungenauigkeiten oder technische Fehler seien.