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Welche Praktiken der Mönche verspottete Erasmus?

Erasmus, ein bedeutender humanistischer Gelehrter des 16. Jahrhunderts, stand bestimmten Aspekten des klösterlichen Lebens kritisch gegenüber, insbesondere denen, die er für übertrieben oder unproduktiv hielt. Hier sind einige Schlüsselpraktiken, die er verspottete:

* Gehorsam und blinder Glaube: Erasmus kritisierte den von einigen Klosterorden geforderten bedingungslosen Gehorsam und argumentierte, dass dieser kritisches Denken und individuelles Urteilsvermögen unterdrücke. Er glaubte, dass wahre Frömmigkeit auf Vernunft und Verständnis beruhen sollte und nicht auf blindem Festhalten an Autoritäten.

* Gelübde der Armut und Keuschheit: Während er die Ideale hinter diesen Gelübden respektierte, war Erasmus der Ansicht, dass ihre praktische Umsetzung oft zu Heuchelei und Korruption führte. Er argumentierte, dass einige Mönche ihre Gelübde dazu nutzten, sich der Verantwortung zu entziehen und Macht und Einfluss zu erlangen.

* Rituale und Zeremonien: Erasmus kritisierte aufwändige und bedeutungslose Rituale und betrachtete sie als bloße Zurschaustellung äußerer Frömmigkeit, denen es an wahrer spiritueller Substanz mangelte. Er bevorzugte eine einfachere, persönlichere Form der Religion, die auf innerer Reflexion und individuellem Glauben beruhte.

* Klösterliches Stipendium: Erasmus verspottete die oberflächliche Gelehrsamkeit einiger Mönche und argumentierte, dass ihre Konzentration auf geheimnisvolle und irrelevante Themen dem Streben nach echtem Wissen abträglich sei. Er glaubte, dass Wissenschaft praktisch und relevant für die Bedürfnisse der Gesellschaft sein sollte.

* Die Macht des Klerus: Erasmus kritisierte die übermäßige Macht des Klerus, insbesondere der Kirchenhierarchie. Er argumentierte, dass die Kirche zu weltlich und korrupt geworden sei und ihre wahre Mission, die Verbreitung des Evangeliums und die Förderung christlicher Werte, aus den Augen verloren habe.

Die Kritik von Erasmus zielte nicht darauf ab, das Mönchtum insgesamt zu diskreditieren. Er erkannte den Wert des Klosterlebens und die Beiträge vieler engagierter Mönche. Er glaubte jedoch, dass bestimmte Praktiken veraltet und schädlich geworden seien, was den wahren Zweck des christlichen Glaubens behindere und zu spiritueller Stagnation führe. Seine Kritik zielte darauf ab, Reformen anzustoßen und die Kirche wiederzubeleben, indem er sie dazu drängte, zu ihren Grundwerten der Einfachheit, Vernunft und echter Frömmigkeit zurückzukehren.

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