Katherina ist in ganz Padua für ihre scharfe Zunge, ihr hitziges Temperament und ihre Verachtung gegenüber Männern bekannt. Sie liefert sich häufig verbale Auseinandersetzungen mit ihrer älteren Schwester Bianca und gerät mit potenziellen Bewerbern aneinander. Petruchio ist fasziniert von Katherinas feurigem Wesen und hat es sich zum Ziel gesetzt, ihre Hand zu gewinnen.
Der Konflikt zwischen Petruchio und Katherina manifestiert sich zunächst als Willenskampf. Petruchio verfolgt einen einzigartigen Ansatz, um Katherinas rebellischen Geist zu bändigen. Er vergleicht ihren Witz mit seinem eigenen, führt einen psychologischen Krieg und zerbricht sie nach und nach durch einen Prozess der Entbehrung, Manipulation und körperlichen Erschöpfung.
Dieser Konflikt zwischen Petruchio und Katherina bestimmt die Handlung des Stücks und trägt zu seinen komödiantischen Elementen bei, während das Publikum Petruchios unorthodoxe Methoden und Katherinas sich entwickelnde Reaktionen auf seine Taktiken beobachtet. Der äußere Konflikt zwischen diesen beiden Charakteren ist von grundlegender Bedeutung für die Untersuchung der Geschlechterdynamik, der Machtstrukturen und der Folgen unkonventioneller Herangehensweisen an Brautwerbung und Ehe zu Shakespeares Zeiten.