1. Zweckmäßiger Einsatz von Befugnissen:
A. Prosperos Magie:Prosperos magische Fähigkeiten werden hauptsächlich für konstruktive Zwecke eingesetzt. Er setzt sie ein, um die Ereignisse auf der Insel zu orchestrieren, Illusionen zu erzeugen und das Verhalten der Charaktere zu beeinflussen. Sein oberstes Ziel ist es, die Harmonie wiederherzustellen, Konflikte zu lösen und Familien wieder zusammenzuführen.
B. Ariel:Ariel, Prosperos treuer Geist, hilft mit positiver Wirkung bei der Umsetzung seiner Pläne. Ariel nutzt ihre Kräfte, um die Kommunikation zu erleichtern, Informationen zu sammeln und Gerechtigkeit herbeizuführen.
2. Schädlicher oder negativer Einsatz von Kräften:
A. Calibans Rache:Caliban, ein einheimischer Bewohner der Insel, hegt Groll gegen Prospero, weil er ihn kolonisiert und versklavt hat. Er konspiriert mit Stephano und Trinculo, um Prospero zu stürzen, was einen Machtmissbrauch aus egoistischen Gründen darstellt.
B. Sycorax‘ Flüche:Sycorax, Calibans Mutter und eine mächtige Zauberin, hatte ihre Magie zuvor für zerstörerische Zwecke eingesetzt. Sie verfluchte die Insel und hinterließ Überreste ihres schädlichen Erbes, mit denen Prospero zu kämpfen hat.
3. Erlösende Nutzung von Befugnissen:
A. Prosperos Vergebung:Gegen Ende des Stücks beschließt Prospero, seinen Feinden Gnade und Vergebung zu erweisen. Dieser Akt des Mitgefühls zeigt eine positive Veränderung in seinem Machtgebrauch, da er letztendlich Versöhnung und Harmonie in den Vordergrund stellt.
Es ist wichtig anzumerken, dass das Stück eine differenzierte Perspektive auf die Machtdynamik bietet und sowohl die potenziellen Vorteile als auch die Risiken des Einsatzes dieser Fähigkeiten hervorhebt. Charaktere treffen Entscheidungen, die ihren Machteinsatz beeinflussen, und diese Entscheidungen haben Konsequenzen. Durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen regt Shakespeare zum Nachdenken über die moralischen und ethischen Implikationen des Besitzes und der Ausübung von Macht an.