So funktioniert es:
1. Fragen stellen: Sokrates hielt weder Vorträge noch gab er Antworten. Er begann damit, Fragen zu stellen, oft zu alltäglichen Dingen. Diese Fragen wurden sorgfältig ausgewählt, um Lücken im Wissen der Person oder Widersprüche in ihrer Argumentation aufzudecken.
2. Anspruchsvolle Annahmen: Durch Fragen stellte Sokrates die Annahmen und Überzeugungen seines Gesprächspartners in Frage und veranlasste ihn, sich seiner eigenen Unwissenheit zu stellen. Sein Ziel war es nicht, ihnen das Gefühl zu geben, dumm zu sein, sondern vielmehr, sie zu inspirieren, nach der Wahrheit und einem tieferen Verständnis zu suchen.
3. Zur Selbstfindung führen: Das Ziel der Sokratischen Methode bestand nicht darin, dass Sokrates Antworten lieferte. Stattdessen zielte er darauf ab, die Person durch den Prozess der Befragung zu ihrem eigenen Verständnis und der Erkenntnis der Wahrheit zu führen.
Hauptmerkmale der sokratischen Methode:
* Dialektisch: Ein hin und her Austausch von Fragen und Antworten.
* Fokus auf Definitionen: Sokrates drängte oft auf klare und präzise Definitionen von Konzepten und deckte dabei Verständnismängel auf.
* Schwerpunkt auf Logik: Er förderte logisches Denken und die Identifizierung von Inkonsistenzen im Denken.
* Gemeinsam: Es geht nicht darum, dass ein Lehrer einen Schüler belehrt, sondern darum, gemeinsam Ideen auszuloten.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Sokratische Methode ein leistungsstarkes Werkzeug für Folgendes ist:
* Kritisches Denken: Es regt dazu an, Annahmen zu hinterfragen und Beweise zu prüfen.
* Problemlösung: Es hilft, komplexe Sachverhalte in überschaubare Teile zu zerlegen.
* Selbstbewusstsein: Es kann zu einem tieferen Verständnis der eigenen Überzeugungen und Vorurteile führen.
Obwohl Sokrates nichts niedergeschrieben hat, inspiriert seine Lehrmethode auch heute noch und wird in der Bildung, der Philosophie und in verschiedenen Bereichen eingesetzt.