Das Ausmaß der von einem Marshall-Verstärker erzeugten Verzerrung hängt von mehreren Faktoren ab, darunter dem Verstärkertyp, der Art der verwendeten Röhren oder Transistoren und den Einstellungen der Verstärkerregler. Einige Marshall-Verstärker, wie zum Beispiel der JCM800, sind so konzipiert, dass sie mehr Verzerrungen erzeugen als andere, während Verstärker mit höherer Wattzahl tendenziell mehr Headroom erzeugen, was bedeutet, dass sie lauter aufgedreht werden können, bevor sie zu verzerren beginnen.
Der Gain-Regler eines Marshall-Verstärkers wird verwendet, um den Grad der erzeugten Verzerrung anzupassen. Wenn die Verstärkung erhöht wird, werden die Transistoren oder Röhren des Verstärkers stärker angesteuert, was dazu führt, dass sie das Signal stärker beschneiden. Dies führt zu einem stärker verzerrten Klang.
Der Klangregler eines Marshall-Verstärkers kann auch verwendet werden, um den Klang der Verzerrung zu formen. Der Klangregler passt den Frequenzgang des Verstärkers an, sodass Sie bestimmte Frequenzen anheben oder absenken können. Damit lässt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Verzerrungsklänge erzeugen, von einer hellen und kantigen Verzerrung bis hin zu einer warmen und sanften Verzerrung.
Mit dem Master-Lautstärkeregler eines Marshall-Verstärkers wird die Gesamtlautstärke des Verstärkers eingestellt. Damit lässt sich die Lautstärke der Verzerrung mit der Lautstärke des Clean-Signals ausgleichen.
Durch Anpassen der Gain-, Ton- und Master-Lautstärkeregler können Sie mit einem Marshall-Gitarrenverstärker eine Vielzahl verschiedener Verzerrungssounds erzeugen. Diese Vielseitigkeit ist einer der Gründe, warum Marshall-Verstärker bei Gitarristen aller Genres so beliebt sind.