Beispielsweise gibt es beim analogen Rundfunk (AM und FM) eine begrenzte Anzahl von Kanälen, die durch staatliche Vorschriften zugewiesen werden. In den Vereinigten Staaten gibt es etwa 10.000 AM- und 15.000 FM-Radiosender, die jeweils auf einer ihnen zugewiesenen Frequenz arbeiten. Diese Frequenzen sind in verschiedene Bänder unterteilt, beispielsweise das AM-Rundfunkband (535–1705 kHz) und das FM-Rundfunkband (88–108 MHz).
Beim digitalen Rundfunk (z. B. DAB+) ist das Konzept der Kanäle anders. DAB+ nutzt Multiplexing-Technologie, die die Übertragung mehrerer digitaler Audioströme auf einem einzigen Frequenzkanal ermöglicht. Dies ermöglicht eine größere Anzahl von Kanälen im gleichen zugewiesenen Spektrum. Zusätzlich zu den herkömmlichen Funkkanälen gibt es auch Kanäle für Spezialdienste wie Seefunk, Flugfunk, Notfallkommunikation und Mobilfunk (Mobilfunknetze).
In mobilen Kommunikationssystemen (Mobilfunknetzen) bezieht sich das Konzept der Kanäle auf die für drahtlose Dienste zugewiesenen Frequenzbänder. Diese Frequenzbänder sind in mehrere Kanäle unterteilt, jeder mit einer bestimmten Bandbreite und Trägerfrequenz. Die Anzahl der verfügbaren Kanäle hängt von der spezifischen Mobilfunktechnologie und der Frequenzzuteilung in jedem Land oder jeder Region ab.
Beispielsweise ist bei GSM jede Trägerfrequenz in 124 Kanäle mit einer Bandbreite von jeweils 200 kHz unterteilt. Bei LTE (Long-Term Evolution) werden die Kanäle als Ressourcenblöcke bezeichnet. Sie können in ihrer Größe variieren und aggregiert werden, um höhere Datenraten zu erreichen.