1. Afroamerikanische Musik: Rock and Roll orientiert sich stark an afroamerikanischen Musiktraditionen, insbesondere an Blues, Rhythm and Blues (R&B) und Gospelmusik. Musiker wie Chuck Berry, Little Richard und Fats Domino waren Pioniere bei der Mischung dieser Genres mit Elementen westlicher Musik und bildeten so die Grundlagen des frühen Rock n Roll.
2. Country- und Westernmusik: Country-Musik, insbesondere aus dem Honky-Tonk-Subgenre, hatte erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Rock n Roll. Künstler wie Hank Williams und Elvis Presley vermischten Country-Elemente wie den Einsatz der E-Gitarre und den „Backbeat“-Rhythmus mit der Energie und dem rebellischen Geist der Rockmusik.
3. Jazz und Swing: Auch Jazz und Big-Band-Musik prägten die Stilelemente des frühen Rock'n'Roll. Der Einsatz von Saxophon, Trompete und improvisierten Soli sowie Swing-Rhythmen ist in vielen frühen Rock'n'Roll-Aufnahmen zu hören.
4. Doo-Wop und Gesangsharmonien: Doo-Wop, ein urbaner Gesangsharmoniestil, der in den 1940er und 1950er Jahren beliebt war, hatte großen Einfluss auf den Gesangsansatz im frühen Rock'n'Roll. Gruppen wie The Platters und The Penguins dienten mit ihren reichen Gesangsharmonien und R&B-Einflüssen als Vorläufer der Gesangsstile des Rock and Roll.
5. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: Die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schufen ein Umfeld, das für neue Musikformen empfänglich war. Das höhere verfügbare Einkommen und die Entstehung einer Jugendkultur trugen zusammen mit der Entwicklung neuer Aufnahmetechnologien zur weit verbreiteten Anziehungskraft und Popularität des Rock'n'Roll bei.
Diese Faktoren und musikalischen Wurzeln verschmolzen und schufen das, was wir heute als Rock n Roll kennen, der einen transformativen Einfluss auf Musik und Kultur hatte und schließlich zu einem globalen Phänomen wurde.