1. Elektromagnetische Wellen: Radiowellen sind eine Art elektromagnetische Strahlung, genau wie sichtbares Licht und Mikrowellen. Sie existieren als oszillierende elektrische und magnetische Felder, die sich mit Lichtgeschwindigkeit (ungefähr 3 x 10^8 Meter pro Sekunde) durch den Raum ausbreiten.
2. Frequenz und Wellenlänge: Radiowellen werden durch ihre Frequenz und Wellenlänge charakterisiert. Die Frequenz bezieht sich auf die Anzahl der Schwingungen oder Zyklen pro Sekunde und wird in der Einheit Hertz (Hz) gemessen. Die Wellenlänge hingegen stellt den Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen oder Wellentälern dar und wird in Einheiten wie Metern oder Kilometern gemessen.
3. Modulation: In der Funkkommunikation wird der Vorgang des Hinzufügens von Informationen zur Funkträgerwelle als Modulation bezeichnet. Verschiedene Modulationstechniken wie Amplitudenmodulation (AM) und Frequenzmodulation (FM) werden verwendet, um Audio- oder digitale Daten auf die Trägerwelle zu kodieren.
4. Antenne: Eine Antenne ist eine entscheidende Komponente bei der Funkübertragung und dem Funkempfang. Es fungiert als Schnittstelle zwischen dem Funksystem und der Umgebung und sendet oder empfängt Funkwellen. Verschiedene Antennentypen, von einfachen Dipolen bis hin zu komplexen Arrays, sind für bestimmte Frequenzbänder und Anwendungen konzipiert.
5. Sender und Empfänger: Ein Funksender ist das Gerät, das die Funkwellen erzeugt und sendet, während ein Funkempfänger das Gerät ist, das die empfangenen Funkwellen aufnimmt und demoduliert, um die codierten Informationen zu extrahieren.
6. Ausbreitung: Radiowellen können sich durch verschiedene Medien ausbreiten, darunter Luft, Wasser und feste Materialien. Das Verhalten und die Eigenschaften der Funkwellenausbreitung können jedoch durch Faktoren wie Entfernung, Frequenz, atmosphärische Bedingungen und Hindernisse auf dem Übertragungsweg beeinflusst werden.
7. Spektrumzuteilung: Das Funkspektrum, das alle Funkfrequenzen umfasst, ist eine wertvolle Ressource, die von staatlichen Stellen reguliert und verwaltet wird. Für bestimmte Zwecke werden unterschiedliche Frequenzbänder zugewiesen, beispielsweise für Rundfunk, Mobilfunk, Luftfahrt, Seekommunikation und wissenschaftliche Forschung.
8. Bandbreite: Funkübertragungen erfordern eine bestimmte Bandbreite, die sich auf den vom Signal eingenommenen Frequenzbereich bezieht. Die Bandbreite bestimmt die Informationsmenge, die innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens übertragen werden kann.
9. Lärm und Interferenzen: Funkübertragungen können durch Rauschen beeinträchtigt werden, zu dem unerwünschte elektrische oder elektromagnetische Störungen sowie Störungen durch andere Funkquellen oder Naturphänomene gehören. Um diese Effekte zu minimieren, werden geeignete Maßnahmen wie Filterung, Antennendesign und Fehlerkorrekturtechniken eingesetzt.
Diese besonderen Merkmale der Funkübertragung haben die Entwicklung und den Einsatz einer breiten Palette von Kommunikationssystemen ermöglicht, darunter Rundfunk, Mobiltelefonie, Satellitenkommunikation, Navigation und drahtlose Netzwerke.