Allmählich verbreitete sich der A-cappella-Gesang über die Mauern von Klöstern und Kirchen hinaus. In der Renaissance begann sich in Europa die A-cappella-Polyphonie (mehrere gleichzeitig gesungene Melodien) zu entwickeln. Dieser neue Stil des A-cappella-Gesangs wurde sowohl in der weltlichen als auch in der religiösen Musik verwendet und erfreute sich in der Oberschicht großer Beliebtheit.
Auch im Barock blühte der A-cappella-Gesang in Europa weiter auf. Zu den berühmtesten Komponisten der A-cappella-Musik dieser Zeit zählen Giovanni Pierluigi da Palestrina, Tomás Luis de Victoria und William Byrd.
Im 19. Jahrhundert begann der A-cappella-Gesang in Europa an Popularität zu verlieren, doch in den Vereinigten Staaten blühte er weiterhin auf. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in den Vereinigten Staaten eine Reihe neuer A-cappella-Gruppen, darunter The Revelers, The Four Freshmen und The Mills Brothers. Diese Gruppen trugen dazu bei, die A-cappella-Musik bekannt zu machen und sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Auch im 21. Jahrhundert ist A-cappella-Musik immer noch beliebt und wird von den unterschiedlichsten Gruppen auf der ganzen Welt aufgeführt. Jedes Jahr finden zahlreiche A-cappella-Festivals und Wettbewerbe statt, und A-cappella-Musik wird häufig in Filmen und Fernsehsendungen gezeigt.