1. Wenn der Chor seine Entscheidung in Frage stellt:
- Nachdem Kreon beschließt, Antigone wegen ihrer Missachtung seines Befehls nicht zu beerdigen, äußert der Chor Vorbehalte und schlägt vor, dass die göttlichen Gesetze respektiert werden sollten. Diese Infragestellung seiner Autorität erzürnt Kreon. Er wirft dem Chor Untreue vor und warnt sie davor, seine Entscheidungen anzufechten.
2. Wenn der Chor Antigones Adel lobt:
- Als der Chor Antigones Beweggründe und ihre Bereitschaft, sich für die Familie und die göttliche Ehre zu opfern, in höchsten Tönen lobt, wird Kreon noch wütender. Er hat das Gefühl, dass der Chor seine Autorität untergräbt, indem er mit dem Rebellen sympathisiert.
3. Wenn der Chor ihm rät, seine Taten zurückzufordern:
- Als sich die Folgen von Kreons Handeln zu entfalten beginnen und verschiedene Unglücke über seine Familie und Theben kommen, gibt der Chor vorsichtige Ratschläge und schlägt vor, dass er seine Haltung überdenken sollte. Dieser Rat macht Kreon noch wütender, der sich weigert, irgendeine Schuld seinerseits einzugestehen.
4. Wenn der Chor ihn für das tragische Ergebnis verantwortlich macht:
- Am Ende, als Kreon mit dem verheerenden Verlust seines Sohnes Haemon konfrontiert wird und schließlich die tragischen Konsequenzen seiner Entscheidungen erkennt, wird er von Trauer und Reue überwältigt. An diesem Punkt richtet er seine Wut und Frustration auf den Refrain und macht ihn teilweise dafür verantwortlich, dass er ihn nicht richtig geführt hat oder sich gegen seine fehlerhaften Urteile ausgesprochen hat.
Letztendlich kann Kreons Wut auf den Chor auf seine eigene Sturheit, seinen Stolz und seine Unfähigkeit, andere Perspektiven zu berücksichtigen, zurückgeführt werden. Er sieht den Refrain als Herausforderung für seine Autorität und als jemanden, der seine Entscheidungen untergräbt. Seine wütenden Reaktionen spiegeln seine eigenen inneren Kämpfe und seine Weigerung wider, sich seinen eigenen Fehlern zu stellen, bis es zu spät ist.