1. Melodische Form :Arabische Musik basiert auf einem System melodischer Modi namens Maqamat. Hierbei handelt es sich um Noten- und Intervallsätze, die charakteristische melodische Strukturen erzeugen.
2. Improvisation :Improvisation ist ein grundlegender Aspekt der arabischen Musik. Musiker improvisieren oft Melodien, Rhythmen und Ornamente im Rahmen eines bestimmten Maqam.
3. Rhythmus :Arabische Musik verwendet komplexe rhythmische Muster, die als iqa'at (Plural von iqa) bekannt sind. Jedes dieser Muster hat einen einzigartigen Namen, eine einzigartige Struktur und einen einzigartigen emotionalen Charakter.
4. Instrumentierung :Arabische Musik verwendet eine Vielzahl traditioneller Instrumente, wie zum Beispiel Oud (ein lautenähnliches Instrument), Qanun (eine trapezförmige Zither), Nay (eine Rohrflöte) und Darbuka (eine kelchförmige Trommel). Westliche Instrumente wie Violine und Klavier wurden auch in einige Genres der arabischen Musik integriert.
5. Gesangsstile :Arabischer Gesang zeichnet sich durch besondere Gesangstechniken wie Tahrir (Glissandi), Melisma (Singen mehrerer Noten auf einer Silbe) und Tarab (ein Zustand emotionaler Verbindung und Ekstase während einer Aufführung) aus.
6. Kulturelle Einflüsse :Arabische Musik wurde im Laufe der Zeit von verschiedenen Kulturen beeinflusst. Andalusische Musik, persische Musik, türkische Musik und afrikanische Musiktraditionen haben alle zur Gestaltung seines reichen musikalischen Erbes beigetragen.
Diese Merkmale definieren gemeinsam den einzigartigen Klang und die Ästhetik der arabischen Musik, die einen bedeutenden Platz im kulturellen Erbe und in der Identität der arabischen Welt einnimmt.