1. Jazz :Jazz war von zentraler Bedeutung für den musikalischen Ausdruck der Harlem Renaissance. Diese improvisierte Musikform vermischte afroamerikanische Musiktraditionen mit westlichen Musikelementen. Jazzgrößen wie Duke Ellington, Louis Armstrong, Billie Holiday, Coleman Hawkins und Fletcher Henderson erlangten in dieser Zeit Bekanntheit und faszinierten das Publikum mit ihren innovativen Darbietungen.
2. Blues :Eine weitere herausragende Musikform während der Harlem Renaissance war der Blues. Gekennzeichnet durch ergreifende Texte und gefühlvolle Melodien spiegelte der Blues die gelebten Erfahrungen der Afroamerikaner in einer Zeit wider, die von gesellschaftlichen Kämpfen und Diskriminierung geprägt war. Bemerkenswerte Bluesmusiker dieser Zeit sind Bessie Smith, Leadbelly und Ma Rainey.
3. Gospelmusik :Gospelmusik, die in christlichen religiösen Traditionen verwurzelt ist, fand ihre Stimme während der Harlem Renaissance. Dieses Genre zeichnete sich durch kraftvollen Gesang aus, der oft von energiegeladenen Instrumenten begleitet wurde und Themen wie Hoffnung, Glauben und spirituelle Erlösung vermittelte. Zu den renommierten Gospelkünstlern dieser Zeit zählen Thomas A. Dorsey, bekannt als „Vater der Gospelmusik“, und Mahalia Jackson.
4. Swing-Musik :Swingmusik entwickelte sich während der Harlem Renaissance zu einem beliebten Tanztrend. Der Swing zeichnete sich durch einen ansteckenden, schnellen Rhythmus aus und bestand aus Big Bands, die aus Rohrblattinstrumenten, Blechbläsern, Rhythmusinstrumenten und Gesang bestanden. Louis Armstrong, Count Basie und Benny Goodman waren bemerkenswerte Persönlichkeiten, die mit der Swingmusik in Verbindung gebracht wurden.
5. Ragtime :Ragtime, gekennzeichnet durch synkopierte Rhythmen und fröhliche Melodien, gewann in der frühen Phase der Harlem Renaissance an Dynamik. Pianisten wie Scott Joplin und Eubie Blake waren renommierte Ragtime-Künstler, die mit ihren komplexen und lebendigen Kompositionen die Fantasie der Zuhörer fesselten.
Diese Musikgenres spielten eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Harlem Renaissance, indem sie afroamerikanischen Künstlern Plattformen boten, auf denen sie ihre Talente zum Ausdruck bringen, gesellschaftliche Normen in Frage stellen und die Aufmerksamkeit auf die einzigartigen Perspektiven und Beiträge ihrer Gemeinschaft lenken konnten.