1. Das Schofar blasen :Das zentrale Fest von Rosch Haschana ist das Ertönen des Schofars, einer Widderhorntrompete. Das Schofar wird während der Gottesdienste in der Synagoge sowohl am ersten als auch am zweiten Tag des Feiertags geblasen. Es symbolisiert den Aufruf zur Umkehr und dient als Erinnerung an Gottes Gegenwart und Autorität.
2. Gebetsgottesdienste :Während der Rosch-Haschana-Gottesdienste werden besondere Gebete und Liturgien gesprochen. Die Gebete konzentrieren sich auf Themen wie Reue, Selbstreflexion und die Erneuerung des Bundes zwischen Gott und dem jüdischen Volk. Die Amida oder das stehende Gebet umfasst zusätzliche Gebete, die speziell für Rosch Haschana gelten, wie etwa „Malchiyot“ (Erklärungen über Gottes Königtum), „Zikronot“ (Erinnerung an Gottes Erlösungshandlungen) und „Schofarot“ (Gebete im Zusammenhang mit dem Schofar). ).
3. Reue (Teschuwa) :Rosch Haschana markiert den Beginn der Hohen Feiertage (Yamim Noraim), einer Zeit intensiver spiritueller Besinnung und Reue. Juden werden ermutigt, ihre Handlungen und Beziehungen zu überprüfen, Gott und andere um Vergebung zu bitten und vergangene Fehler wiedergutzumachen. Reue gilt als ein entscheidender Aspekt dieses Feiertags und wird als eine Möglichkeit gesehen, sich auf den Versöhnungstag (Jom Kippur) vorzubereiten.
4. Taschlich :Ein weiterer wichtiger Brauch, der an Rosch Haschana beobachtet wird, ist das Taschlich-Ritual. Dabei geht es darum, Sünden symbolisch abzuwerfen, indem man Krümel oder kleine Gegenstände in ein natürliches Gewässer, etwa einen Fluss oder das Meer, wirft. Taschlich wird am ersten Tag von Rosch Haschana durchgeführt, vorzugsweise in der Nähe eines Flusses oder einer anderen Wasserquelle.
5. Festliche Mahlzeiten :Rosch Haschana ist auch durch festliche Mahlzeiten gekennzeichnet, die mit Familie und Freunden geteilt werden. Es werden traditionelle Speisen serviert, die oft Segen und Wohlstand für das kommende Jahr symbolisieren. Zu den symbolischen Lebensmitteln gehören in Honig getauchte Äpfel, Granatäpfel, süßes Challa-Brot und in Salz getränkte runde Challa.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Posaunenfest oder Rosch Haschana von den Juden verlangte, das Schofar zu blasen, an besonderen Gebetsgottesdiensten teilzunehmen, Buße zu tun, das Taschlich-Ritual durchzuführen und festliche Mahlzeiten einzunehmen. Diese Bräuche hatten eine tiefe religiöse und spirituelle Bedeutung und waren von zentraler Bedeutung für die Feier des jüdischen Neujahrs.