Arts >> Kunst und Unterhaltung >  >> Musik >> Musikinstrumente

Wie ist die E-Gitarre entstanden?

Ursprünge:Akustikgitarren-Modifikationen

Die Wurzeln der E-Gitarre reichen bis in die 1930er Jahre zurück, als Musiker und Erfinder begannen, mit Möglichkeiten zu experimentieren, den Klang akustischer Gitarren zu verstärken. Obwohl Akustikgitarren wegen ihres natürlichen Klangs und ihrer Resonanz geschätzt werden, hatten sie oft Schwierigkeiten, gehört zu werden, insbesondere in großen Veranstaltungsorten.

Frühe Bemühungen:Elektromagnetische Tonabnehmer

Ein großer Durchbruch gelang mit der Entwicklung elektromagnetischer Tonabnehmer. Ein Tonabnehmer besteht aus einem Magneten, der mit einer Drahtspule umwickelt ist. Wenn eine Metallsaite in der Nähe des Tonabnehmers vibriert, erzeugt sie ein schwankendes Magnetfeld, das einen entsprechenden elektrischen Strom in der Spule induziert. Dieses schwache elektrische Signal kann dann verstärkt und an einen Lautsprecher gesendet werden.

George Beauchamp und die Bratpfannengitarre

Im Jahr 1931 schuf ein Gitarrist namens George Beauchamp zusammen mit seinem Partner Adolph Rickenbacker eine der ersten kommerziell erhältlichen E-Gitarren, die im Volksmund als „Frying Pan“-Gitarre bekannt ist. Die Bratpfanne verfügte über einen einzelnen elektromagnetischen Tonabnehmer, der an einem Metallresonatorkegel montiert war, was die Klangprojektion verbesserte.

Gibsons Beitrag:Der ES-150

Im selben Jahr stellte die Gibson Guitar Corporation die ES-150 vor, die weltweit erste kommerziell erfolgreiche E-Gitarre. Der von Orville Gibson und Lloyd Loar entworfene ES-150 hatte ein ausgeprägtes Hohlkörperdesign mit zwei elektromagnetischen Tonabnehmern. Ihre Popularität trug dazu bei, dass sich die E-Gitarre als brauchbares Instrument für Jazz- und Bluesmusiker etablierte.

Leo Fenders Innovationen

Eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Entwicklung der E-Gitarre war Leo Fender, der 1946 die Fender Electric Instrument Company gründete. Fender führte mehrere bahnbrechende Innovationen ein, beispielsweise die Solid-Body-E-Gitarre. Zu seinen bekanntesten Modellen zählen die Fender Telecaster (1950) und die Fender Stratocaster (1954).

Das Solid-Body-Design eliminiert die Rückkopplungsprobleme, die bei Hollow-Body-Gitarren auftreten, und sorgt so für mehr Lautstärke und Sustain. Fenders Gitarren verfügten außerdem über innovative Tonabnehmerkonfigurationen und Elektronik, die den Klang prägten und die Ästhetik moderner E-Gitarren definierten.

Der Aufstieg des Rock and Roll

Die E-Gitarre erlebte in den 1950er und 1960er Jahren ihre wahre Blütezeit und wurde zu einem bestimmenden Instrument im aufstrebenden Rock'n'Roll-Genre. Gitarristen wie Chuck Berry, Bo Diddley und Scotty Moore (Elvis Presleys Gitarrist) machten die Verwendung der E-Gitarre in der Rockmusik populär und weckten die Fantasie einer neuen Generation von Musikern und Fans.

Im Laufe der Jahrzehnte hat die E-Gitarre zahlreiche Verbesserungen erfahren, mit Fortschritten im Tonabnehmerdesign, der Elektronik, den Materialien und den Konstruktionstechniken. Auch heute noch ist es ein vielseitiges Instrument, das in einer Vielzahl von Genres eingesetzt wird, von Rock, Blues und Jazz bis hin zu Pop, Country und Heavy Metal.

Musikinstrumente

Related Categories