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Wie wurde die Gibson Les Paul erfunden?

Die Erfindung der Gibson Les Paul-Gitarre war eine Gemeinschaftsarbeit zwischen Les Paul, einem amerikanischen Gitarristen und Erfinder, und Ted McCarty, dem Präsidenten von Gibson Guitars, in den 1940er und frühen 1950er Jahren.

Hier ist eine detaillierte Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse, die zur Erfindung der Gibson Les Paul führten:

1. 1941: Les Paul, bereits ein bekannter Gitarrist, wandte sich mit einem Prototyp einer Solid-Body-E-Gitarre an Gibson. Sein Design bestand aus einem massiven Mahagoni-Korpus, zwei Single-Coil-Tonabnehmern und einem Trapez-Saitenhalter. Gibson lehnte seinen Entwurf jedoch ab, da er ihn für die damalige Zeit als zu radikal erachtete.

2. 1946: Les Paul experimentierte weiter mit seinem Solid-Body-Gitarrenkonzept und entwickelte einen neuen Prototyp mit einem traditionelleren Archtop-Design, den er „The Log“ nannte. Es hatte einen massiven Mahagoni-Korpus mit geschnitzter Decke und Rückseite, zwei P-90-Tonabnehmern und einer umlaufenden Brücke.

3. 1948: Les Paul traf sich mit Ted McCarty, der kürzlich Präsident von Gibson Guitars geworden war. McCarty war vom Gitarrendesign der Les Paul beeindruckt und erklärte sich bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten, um ein Serienmodell zu entwickeln.

4. 1950: Gibson veröffentlichte das erste Serienmodell der Les Paul-Gitarre, bekannt als Les Paul Model. Es verfügte über einen massiven Mahagoni-Korpus mit einer geschnitzten Ahorndecke, zwei P-90-Tonabnehmern, einer Tune-o-Matic-Brücke und einem Stopbar-Saitenhalter.

5. 1952: Gibson stellte das Les Paul Custom-Modell vor, das ein luxuriöseres Design mit vergoldeten Beschlägen, einer Bindung um Korpus und Hals und einem trapezförmigen Saitenhalter aufwies. Es verfügte außerdem über zwei Humbucker-Tonabnehmer, die im Vergleich zum P-90 für einen wärmeren und kraftvolleren Klang sorgten.

6. 1957: Gibson stellte das Les Paul Standard-Modell vor, das die Funktionen des Les Paul Model und des Les Paul Custom kombinierte. Es hatte einen massiven Mahagoni-Korpus mit einer geschnitzten Ahorndecke, zwei Humbucker-Tonabnehmern, einer Tune-O-Matic-Brücke, einem Stopbar-Saitenhalter und vergoldeter Hardware.

7. 1960: Gibson stellte die Produktion der Les Paul Standard aufgrund rückläufiger Verkaufszahlen ein. Les Paul selbst wurde entmutigt und verkaufte seine verbliebenen Les Paul-Gitarren.

8. 1968: Die Popularität der Les Paul-Gitarre begann wieder zu steigen, was zum Teil auf die britische Rockszene zurückzuführen war, in der Gitarristen wie Eric Clapton und Jimmy Page Les Pauls verwendeten.

9. 1968: Gibson brachte das Les Paul Standard-Modell neu auf, das bei Gitarristen auf große Begeisterung stieß und zu einem festen Bestandteil der Rock- und Bluesmusik wurde.

Seitdem wurde die Gibson Les Paul verschiedenen Modifikationen und Verbesserungen unterzogen, aber sie bleibt eine der ikonischsten und einflussreichsten E-Gitarren der Welt und weiterhin eine beliebte Wahl von Gitarristen verschiedener Musikrichtungen.

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