Der ursprüngliche „Boatman Stomp“ ist ein New Orleans-Begriff für eines der Hauptmuster des traditionellen New Orleans Jazz. Der Name leitet sich von der Tatsache ab, dass auf einem Dampfschiff auf dem Mississippi der rhythmische Antrieb der Paddeldampfer durch Matrosen erfolgte, die beim Singen von Arbeitsliedern mit den Füßen auf einem Brett hin und her stampften. Dieses Muster wurde später für die Verwendung im New Orleans Jazz-Schlagzeug adaptiert, insbesondere in den Trommelstilen, die mit den frühen Jazz-Pionieren George „Pops“ Foster und Louis Cottrell, Sr. in Verbindung gebracht wurden.
Der Boatman Stomp wird vom Bassisten oder Tubisten ausgeführt, der Viertelnoten spielt. Der Schlagzeuger spielt ein Achtelnotenmuster auf dem High-Hat-Becken, mit einem Bassdrum-Akzent auf den Schlägen eins und drei. Bei den Sechzehntelnoten wechselt der Schlagzeuger zwischen Snare und Tom-Tom. Das grundlegende Boatman-Stomp-Muster wird in mehreren populären Jazzstandards verwendet, darunter „When the Saints Go Marching In“ und „South Rampart Street Parade“.
Eine beliebte Variante des Boatman Stomp, genannt Broken-Time Boatman Stomp Dabei wird das gleichmäßige Achtelnotenmuster auf der Hi-Hat durch ein Muster ersetzt, das jede dritte Note betont, wodurch ein synkopierter Rhythmus entsteht, der oft das Stop-Time-Spiel im New Orleans Jazz begleitet. Das am häufigsten verwendete Break-Time-Muster ist das sogenannte „Second Line“-Muster, das auf dem Backbeat auf den Schlägen eins und drei gespielt wird.
Der Boatman Stomp ist ein klassischer New Orleans Jazz-Rhythmus, der dazu beiträgt, der Musik ein Gefühl von Spannung und Energie zu verleihen. Es ist ein wichtiger Teil des Jazz-Erbes der Stadt und wird weiterhin von Jazzmusikern auf der ganzen Welt genutzt.