Anfang des 18. Jahrhunderts:
- Johann Christoph Denner, einem deutschen Instrumentenbauer, wird die Entwicklung der ersten Klarinetten zugeschrieben.
- Denners frühe Klarinetten hatten eine zylindrische Bohrung, ein einzelnes Rohrblatt und einen glockenförmigen Pavillon, ähnlich dem Chalumeau.
- Diese frühen Klarinetten waren in C und B gestimmt und hatten einen begrenzten Tonumfang von etwa zwei Oktaven.
Ende des 18. Jahrhunderts:
- Das Tastensystem der Klarinette wurde verbessert, um das Spielen zu erleichtern und den Tonumfang zu erweitern.
- Die Hinzufügung von Tasten ermöglichte ein chromatisches Spiel und verbesserte die Intonation des Instruments.
- Der Tonumfang der Klarinette wurde durch Hinzufügen einer Registerklappe nach unten erweitert.
Anfang des 19. Jahrhunderts:
- Im Jahr 1809 entwickelte der deutsche Klarinettenbauer Theobald Boehm ein neues Klappensystem für die Klarinette, das sogenannte Boehm-System.
- Boehms System revolutionierte das Klarinettenspiel, indem es die Intonation, Ansprache und Beweglichkeit des Instruments verbesserte.
- Das Boehm-System wird auch heute noch auf den meisten modernen Klarinetten verwendet.
Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts:
- An der Klarinette wurden weitere Verbesserungen vorgenommen, darunter Verbesserungen an Bohrung, Materialien und Mundstückdesign.
- Der französische Klarinettenbauer Hyacinthe Klose hat maßgeblich zum Design der modernen Klarinette beigetragen.
- Auch der deutsche Klarinettenbauer Oskar Oehler entwickelte ein Klappensystem, das vor allem bei deutschen Klarinetten weit verbreitet ist.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Klarinette ihre moderne Form erreicht, mit einem Standard-Klappensystem, einem Standard-Bohrungsdesign und Standardmaterialien. Die moderne Klarinette ist in der Lage, ein breites Klangspektrum zu erzeugen und spielt eine vielseitige Rolle in verschiedenen Musikrichtungen, darunter Klassik, Jazz und zeitgenössische Musik.