Herkunft:
Die E-Gitarre hat eine lange und interessante Geschichte und viele Erfinder haben im Laufe der Zeit zu ihrer Entwicklung beigetragen. Das Bestreben, den Klang der Gitarre zu verstärken, begann im späten 19. Jahrhundert und setzte sich bis ins frühe 20. Jahrhundert fort.
Hier ist eine Zeitleiste der wichtigsten Entwicklungen und Personen, die bei der Entstehung der E-Gitarre eine wichtige Rolle gespielt haben:
1874:Elija Grays Musical Telegraph
- Elisha Gray, ein amerikanischer Erfinder, patentierte ein Gerät namens „Musical Telegraph“, das mithilfe eines magnetischen Tonabnehmers die Schwingungen einer Metallsaite in ein elektrisches Signal umwandelte.
1890:Antonio de la Bella und die erste Solidbody-Gitarre
- Der italienische Gitarrenbauer Antonio de la Bella hat eine E-Gitarre mit festem Korpus und einer einzigen Saite entwickelt. Dieses Instrument nutzte einen elektromagnetischen Tonabnehmer, es gibt jedoch nur begrenzte Dokumentation zu seinem Klang und seiner Funktionalität.
Anfang des 20. Jahrhunderts:Magnetische Tonabnehmer und Verstärkung
- Verschiedene Erfinder begannen mit magnetischen Tonabnehmern zu experimentieren, die die Vibration von Gitarrensaiten in elektrische Signale umwandelten. Diese Signale könnten dann mithilfe von Vakuumröhren oder anderen frühen elektronischen Verstärkungsgeräten verstärkt werden.
1920-1930er Jahre:Frühe E-Gitarren-Prototypen
- Der Erfinder George Beauchamp arbeitete mit dem Musiker Adolph Rickenbacker zusammen, um Prototypen für E-Gitarren zu entwickeln. Sie gründeten schließlich die Firma Rickenbacker und stellten 1932 ihre erste E-Gitarre vor, die aufgrund ihrer einzigartigen Form „Frying Pan“ genannt wurde.
1931:Charlie Christian und die Gibson ES-150
- Der Jazzgitarrist Charlie Christian begann Anfang der 1930er Jahre mit verstärkten Gitarren zu experimentieren. 1936 veröffentlichte Gibson die ES-150, eine der ersten kommerziell erfolgreichen E-Gitarren, inspiriert von Christians Vision.
1930-1940er Jahre:Beiträge von Gibson und Fender
– Die Gibson Guitar Corporation und Leo Fenders Fender Electric Instrument Company stellten in dieser Zeit mehrere ikonische E-Gitarrenmodelle vor, darunter die Gibson Les Paul sowie die Fender Stratocaster und Telecaster.
- Diese Modelle wurden von Musikern weithin übernommen und prägten den Klang populärer Musikgenres wie Blues, Jazz, Rock und Country.
E-Gitarre erfreut sich immer größerer Beliebtheit
Mitte des 20. Jahrhunderts erlangte die E-Gitarre enorme Popularität und wurde zu einem prägenden Instrument im Rock'n'Roll, Blues und anderen Genres. Ihre Vielseitigkeit, Ausdruckskraft und Fähigkeit, ein breites Spektrum an Klängen zu erzeugen, trugen dazu bei, dass sie in vielen populären Musikstilen die Akustikgitarre in den Schatten stellte.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Innovation der E-Gitarre hat im Laufe der Jahre zu zahlreichen Variationen, Modifikationen und Verbesserungen geführt, was zu dem vielfältigen Angebot an E-Gitarren führt, die heute erhältlich sind.