1. Atonalität und Polytonalität:
- Atonalität bezieht sich auf Musik, der ein traditionelles Tonzentrum oder eine traditionelle Tonart fehlt. Dabei werden dissonante Intervalle und unkonventionelle Harmonien verwendet, um ein Gefühl von Mehrdeutigkeit und Spannung zu erzeugen.
- Polytonalität ist die gleichzeitige Verwendung von zwei oder mehr Tonalitäten oder Schlüsselzentren innerhalb eines Musikstücks, was zu einem Kollisions- oder Schichteffekt führt.
2. Serialismus:
- Serialismus ist eine Kompositionsmethode, die auf der Organisation musikalischer Elemente wie Tonhöhe, Dauer und Dynamik in geordneten Serien oder Sequenzen basiert. Jedes Element wird im Laufe des Stücks systematisch variiert und weiterentwickelt.
3. Zufallsmusik und aleatorische Musik:
- Zufallsmusik, auch aleatorische Musik genannt, beinhaltet in ihrer Komposition Elemente des Zufalls oder Zufalls. Komponisten können Improvisationen, Würfelwürfe oder andere unvorhersehbare Faktoren einbeziehen, um bestimmte Aspekte der Musik zu bestimmen.
4. Elektroakustische und elektronische Musik:
- Elektroakustische Musik kombiniert traditionelle akustische Instrumente mit elektronischen Klängen und Technologien wie Tonbandgeräten, Synthesizern und elektronischen Effekten.
- Elektronische Musik hingegen wird ausschließlich mit elektronischen Mitteln erzeugt und verwendet keine akustischen Instrumente.
5. Minimalismus:
- Minimalismus ist ein Musikstil, der durch sich wiederholende Muster, begrenztes Musikmaterial und eine allmähliche Klangentwicklung im Laufe der Zeit gekennzeichnet ist. Es erzeugt oft ein Gefühl meditativer Kontemplation und konzentriert sich auf die subtilen Veränderungen und Variationen innerhalb einer einfachen Struktur.
6. Spektrale Musik:
- Spektrale Musik basiert auf der Analyse und Manipulation des Klangspektrums. Komponisten nutzen Computertechnologie, um die Klangeigenschaften von Klängen zu untersuchen und zu transformieren und so komplexe und reichhaltige Klangtexturen zu schaffen.
7. Erweiterte Techniken:
- Instrumentalisten und Sänger nutzen erweiterte Techniken, um neuartige Klänge zu erzeugen, die über traditionelle Spiel- oder Gesangsmethoden hinausgehen. Diese Techniken können ungewöhnliche Artikulationen, Vorbereitungen des Instruments oder Stimmklänge wie Glossolalie oder Kehlkopfgesang beinhalten.
Diese Techniken ermöglichten es Komponisten, sich von traditionellen Musikpraktiken zu lösen und neue Klangmöglichkeiten zu erkunden, was zu einer vielfältigen Palette an Musikstilen und Innovationen führte, die weiterhin die zeitgenössische Musik prägen.