Das Quartett wurde für das English String Quartet geschrieben, das am 19. Februar 1914 in der Wigmore Hall in London uraufgeführt wurde. Das Quartett ist Walter Wilson Cobbett gewidmet, einem renommierten Cellisten und Musikmäzen, der ein großer Förderer der zeitgenössischen britischen Musik war.
Das „Frühlingslied“ gilt weithin als eines der beliebtesten und repräsentativsten Werke Bridges. Es zeichnet sich durch melodische Schönheit, reiche Harmonien und den ausdrucksstarken Einsatz des Streichquartett-Mediums aus. Das Quartett fängt mit seinen frischen und lebendigen musikalischen Ideen die Essenz des Frühlings ein und erzeugt ein Gefühl von Optimismus und Erneuerung.
Bridge wurde nach einer Reise in die Landschaft von Sussex zum Komponieren des „Frühlingsliedes“ inspiriert. Die idyllische Naturschönheit der Region und das Gefühl der Erfrischung im Frühling gaben dem Quartett den emotionalen Antrieb. Bridge versuchte, diese Gefühle in Musik zu übersetzen, was zu einem Werk führte, das ein spürbares Gefühl von Freude und Optimismus ausstrahlt.
Das „Frühlingslied“ ist in einem einzigen fortlaufenden Satz aufgebaut, der einen nahtlosen Fluss musikalischer Ideen ermöglicht. Es beginnt mit einer sanften und lyrischen Melodie der ersten Violinen, die den ruhigen und introspektiven Ton des Quartetts vorgibt. In den folgenden Abschnitten werden lebhaftere Themen vorgestellt, die Spannung und Energie aufbauen, bevor sie in einem leidenschaftlichen und überschwänglichen Höhepunkt gipfeln. Das Quartett endet mit einer ruhigen und nachdenklichen Coda, die der musikalischen Reise ein Gefühl des Abschlusses verleiht.
Das „Spring Song“ demonstriert Bridges meisterhaften Umgang mit Kontrapunkt, Harmonie und Orchestrierung. Er erkundet verschiedene Texturen, von zarten Pizzicato-Passagen bis hin zu reichen und klangvollen Tutti-Abschnitten. Das Quartett demonstriert auch Bridges tiefes Verständnis für das Medium Streichquartett, indem er jedem Instrument unterschiedliche Rollen zuweist und ihnen die Möglichkeit gibt, sich an komplizierten musikalischen Gesprächen zu beteiligen.
Das Werk wurde bei seiner Uraufführung von Kritikern und Publikum gut aufgenommen. Es gewann schnell an Popularität und ist seitdem ein fester Bestandteil des Streichquartettrepertoires geblieben. Das „Frühlingslied“ wird weiterhin für seine emotionale Tiefe, melodische Schönheit und seine Fähigkeit, die Essenz des Frühlings musikalisch hervorzurufen, gefeiert.