Leadsänger Conor Oberst verwendet einen Stream-of-Consciousness-Schreibstil, der im Verlauf des Songs eine fast hypnotische und desorientierende Wirkung erzeugt. Im Laufe des Liedes verwebt er persönliche Anekdoten und Beobachtungen, die ein Gefühl gemeinsamer Verletzlichkeit erzeugen.
Das Lied beginnt mit einer ätherischen Klaviermelodie, die den Ton für die nachdenkliche und intime Atmosphäre vorgibt. Der Text im ersten Vers stellt die Idee vor, dass Liebe „am Grund von allem“ sei, und legt nahe, dass Liebe möglicherweise die zugrunde liegende Grundlage und treibende Kraft der menschlichen Erfahrung ist.
Der Refrain nimmt eine düsterere Wendung und beschreibt ein Gefühl emotionalen Aufruhrs und ein fast überwältigendes Gefühl von Schmerz und Bedauern. Oberst singt vom „Wachliegen mit schlafendem Körper“ und „allen Dingen, die wir hätten sein können“ und vermittelt damit Verlustgefühle und das eindringliche Gewicht verpasster Gelegenheiten.
Das Lied berührt auch das Thema der menschlichen Verbindung und die tiefgreifende Wirkung von Beziehungen. Oberst bezieht sich auf die gemeinsamen Erfahrungen zweier Individuen und das komplexe Netz von Emotionen, die aus diesen Interaktionen entstehen. Die Zeile „Ich hatte vor dir nie Angst vor irgendetwas“ deutet auf eine Verletzlichkeit und Offenheit hin, die sich im Kontext einer Beziehung entwickelt.
Oberst erforscht auch Konzepte der Zeit und des unvermeidlichen Ablaufs des Lebens. Er singt davon, „den Faden der Jahre zu verlieren“ und „auf die vergangene Zeit zurückzublicken“, indem er über die Flüchtigkeit der Existenz und das Gewicht der vergehenden Zeit nachdenkt.
Das Lied kehrt letztendlich zu der Idee zurück, dass Liebe der Kern dieser Erfahrungen ist. Durch die Liebe erfahren wir sowohl die Freuden als auch die tiefen Schmerzen des Lebens. Indem wir diese Komplexität anerkennen und annehmen, schlägt Oberst vor, dass wir in ihnen Widerstandsfähigkeit und vielleicht sogar etwas Schönheit finden.
Abschließend präsentiert das Lied „At the Bottom of Everything“ eine introspektive Untersuchung menschlicher Emotionen und Erfahrungen und betont die miteinander verflochtene Natur von Liebe, Verlust, Bedauern und der Suche nach Sinn inmitten der Komplexität des Lebens. Conor Oberst verwebt meisterhaft persönliche Erzählungen und poetische Bilder und schafft so ein reichhaltiges Gefühlsgeflecht, das beim Zuhörer tiefe Resonanz findet.