1. Abgeflachte Terz (♭3): Die dritte Stufe der Dur-Tonleiter wird um einen Halbton abgesenkt, was zu einer „blauen Note“ führt. Diese abgeflachte Terz erzeugt einen melancholischen und gefühlvollen Klang, wenn sie gegen die Dur-Tonleiter gespielt wird.
2. Abgeflachte Septime (♭7): Die siebte Stufe der Dur-Tonleiter wird um einen Halbton abgesenkt, wodurch eine weitere „blaue Note“ entsteht. Die abgeflachte Septim verleiht der Musik Spannung und emotionale Ausdruckskraft.
3. Verwendung verminderter Akkorde: Bluesmusiker verwenden häufig verminderte Akkorde, insbesondere den verminderten Septakkord (dim7), um die Tonalität zu verbessern. Dim7-Akkorde erzeugen ein Gefühl von Instabilität und Dringlichkeit und tragen zur emotionalen Tiefe der Bluesmusik bei.
4. Chromatischer Ansatz: Bluesmusiker verwenden häufig chromatische Annäherungstöne, um bestimmte Skalengrade aufzulösen. Beispielsweise könnten sie sich chromatisch einer großen Terz von unten nähern (♭3) oder eine abgeflachte Septime (♭7) zum Grundton auflösen. Diese chromatischen Bewegungen steigern die emotionale Qualität der Musik.
5. Ausgeliehene Akkorde: Bluesmusiker verwenden manchmal Akkorde, die aus anderen Tonleitern entlehnt sind, etwa der Moll-Pentatonik oder dem dorischen Modus, um Komplexität und emotionale Abwechslung zu schaffen. Diese geliehenen Akkorde führen neue harmonische Farben ein, die die Tonalität bereichern.
Diese Veränderungen der Dur-Tonleiter erzeugen in Kombination mit den ausdrucksstarken Spieltechniken der Bluesmusiker, wie Bending Notes, Vibrato und Call-and-Response-Gesangsmuster, den unverwechselbaren und eindrucksvollen Klang der Blue-Tonalität.