Bartók wurde in Nagyszentmiklós, Ungarn (heute Sânnicolau Mare, Rumänien) geboren. Er begann schon früh mit dem Klavierunterricht und zeigte großes Talent. Später studierte er an der Königlichen Musikakademie in Budapest, wo er Zoltán Kodály kennenlernte, der sein lebenslanger Freund und Mitarbeiter werden sollte.
In den frühen 1900er Jahren begann Bartók, durch Ungarn und andere Teile Osteuropas zu reisen und Volkslieder zu sammeln. Er war fasziniert von der Vielfalt der Volksmusik und ihrem Potenzial für die Verwendung in der klassischen Musik. Zu Bartóks von der Volksmusik inspirierten Kompositionen gehören die Rumänischen Tänze (1915), die Ungarischen Skizzen (1913–1918) und das Konzert für Orchester (1943).
Neben seiner volkstümlichen Musik schrieb Bartók auch mehrere abstrakte Werke, etwa die Streichquartette Nr. 1–6 und die Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug. Diese Werke zeichnen sich durch komplexe Rhythmen, dissonante Harmonien und den Einsatz ungewöhnlicher Instrumentalkombinationen aus.
Bartók war auch ein begabter Pianist und führte seine eigenen Werke in ganz Europa und den Vereinigten Staaten auf. Außerdem unterrichtete er Klavier und Komposition an der Budapester Musikakademie und dem Curtis Institute of Music in Philadelphia.
Bartók starb 1945 im Alter von 64 Jahren in New York City. Er hinterließ ein Vermächtnis einflussreicher Musik, die bis heute vom Publikum auf der ganzen Welt aufgeführt und genossen wird.