Diese Version des Fantasie-Impromptu ist weniger bekannt als die populärere Version in c-Moll op. 66. Es ist auch kürzer und in einer anderen Tonart gehalten. Die cis-Moll-Fassung wurde 1834 geschrieben, während die c-Moll-Fassung 1835 entstand.
Die beiden Fassungen des Fantasie-Impromptu sind im Aufbau sehr ähnlich. Beide Stücke beginnen mit einer langsamen, lyrischen Einleitung. Darauf folgt ein schnellerer, virtuoserer Abschnitt. Die Stücke enden mit einer Rückkehr zur langsamen, lyrischen Einleitung.
Allerdings gibt es auch einige wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Versionen. Die cis-Moll-Version ist chromatischer und harmonisch abenteuerlicher. Es hat auch eine eher improvisatorische Atmosphäre. Die c-Moll-Version ist geradliniger und lyrischer. Es ist auch technisch anspruchsvoller.
Letztendlich ist die beste Version des Fantasie-Impromptu eine Frage der persönlichen Vorlieben. Einige Pianisten bevorzugen die cis-Moll-Version wegen ihrer Chromatik und ihrem Improvisationsgefühl. Andere bevorzugen die c-Moll-Version wegen ihrer Lyrik und technischen Anforderungen.