Ted Shawn (1891–1972) war ein amerikanischer Tänzer, Choreograf und Lehrer, der als einer der Pioniere des modernen Tanzes gilt. Er begann seine Karriere als Balletttänzer, interessierte sich jedoch bald für die Erforschung neuer Formen des tänzerischen Ausdrucks. 1914 gründete er mit seiner Partnerin Ruth St. Denis die Denishawn School of Dancing and Related Arts. Die Denishawn School war eine wichtige Kraft in der Entwicklung des modernen Tanzes und brachte viele namhafte Tänzer und Choreografen hervor, darunter Martha Graham, Doris Humphrey und Charles Weidman.
Shawn war auch ein einflussreicher Lehrer und Schriftsteller. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Tanz, darunter „The American Indian:And Other Dances“ (1920) und „Dance We Must“ (1940). Außerdem gründete er 1933 das Jacob's Pillow Dance Festival, das heute zu den renommiertesten Tanzfestivals der Welt zählt.
Ruth St. Denis (1879–1968) war ein amerikanischer Tänzer, Choreograf und Lehrer, der auch als einer der Pioniere des modernen Tanzes gilt. Sie begann ihre Karriere als Varieté-Darstellerin, wandte sich aber bald dem Studium des orientalischen Tanzes zu. 1906 kreierte sie ihren ersten Solotanz, „Radha“, der von der indischen Mythologie inspiriert war. „Radha“ war ein kritischer und kommerzieller Erfolg und trug dazu bei, St. Denis‘ Karriere als Solotänzerin zu starten.
St. Denis war auch ein produktiver Choreograf. Sie kreierte über 150 Tänze, von denen viele von verschiedenen Kulturen und Religionen inspiriert waren. Sie war auch eine einflussreiche Lehrerin und unterrichtete Tanz an der Denishawn School und an anderen Schulen und Universitäten.
Ted Shawn und Ruth St. Denis haben maßgeblich zur Entwicklung des modernen Tanzes beigetragen. Sie trugen dazu bei, neue Formen des Tanzausdrucks zu schaffen, sie bildeten eine Generation von Tänzern und Choreografen aus und sie trugen dazu bei, Tanz als Kunstform zu fördern.