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Was war der Zweck des American Indian Ghost Dance?

Der American Indian Ghost Dance war eine spirituelle und religiöse Bewegung, die im späten 19. Jahrhundert bei verschiedenen Indianerstämmen entstand. Es stammt vom Volk der nördlichen Paiute in der Great Basin-Region der Vereinigten Staaten und verbreitete sich auf andere Stämme, vor allem in den westlichen und Great Plains-Gebieten. Hier sind die Ziele und Überzeugungen, die mit dem Geistertanz verbunden sind:

1. Spirituelle Erneuerung:

Der Geistertanz entstand zu einer Zeit, als viele indianische Gemeinschaften aufgrund des Vordringens europäischer Siedler und der Assimilationspolitik der US-Regierung mit sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert waren. Die Bewegung bot spirituelle Hoffnung, Erneuerung und ein Gefühl der Einheit zwischen den Stämmen.

2. Revitalisierung und Widerstand:

Der Geistertanz zielte darauf ab, die Traditionen und kulturellen Praktiken der amerikanischen Ureinwohner wiederzubeleben, die durch äußere Kräfte bedroht waren. Es stellte eine Form der kulturellen Bestätigung und des Widerstands gegen die Dominanz der euroamerikanischen Gesellschaft und die Unterdrückung indigener Überzeugungen dar.

3. Messianische Prophezeiungen:

Die Bewegung basierte auf Prophezeiungen, die die Rückkehr verstorbener Vorfahren und die Wiederherstellung des Landes der amerikanischen Ureinwohner versprachen. Die Anhänger glaubten, dass sie durch die Aufführung des Geistertanzes Schutz, Reichtum und spirituelle Macht erlangen würden, während ihre Feinde besiegt würden.

4. Geisterhemden:

Viele Teilnehmer des Geistertanzes trugen „Geisterhemden“, die sie aus Baumwoll- oder Musselinstoff anfertigten. Es wurde angenommen, dass diese Hemden mit übernatürlichen Kräften ausgestattet sind, die die Träger bei Konfrontationen mit dem US-Militär und Siedlern vor Kugeln und Schaden schützen würden.

5. Rituale und Tänze:

Der Geistertanz umfasste stundenlange Gemeinschaftsrituale, Lieder und Tänze. Die Teilnehmer führten rhythmische Bewegungen aus, von denen man glaubte, dass sie spirituelle Visionen hervorrufen und eine Verbindung zur Geisterwelt herstellen.

6. Traditionelle Praktiken wiederbeleben:

Die Bewegung ermutigte die amerikanischen Ureinwohner, ihre traditionellen Zeremonien und Lebensweisen zu praktizieren, einschließlich Jagen, Sammeln und Leben im Einklang mit der Natur. Ziel war es, kulturelle Praktiken zu bewahren, die Gefahr liefen, verloren zu gehen oder unterdrückt zu werden.

7. Panindische Solidarität:

Die Ghost Dance-Bewegung überschritt Stammesgrenzen und brachte verschiedene indianische Gruppen zusammen. Es förderte ein Gefühl der gesamtindischen Solidarität und der Einheit zwischen den Stämmen angesichts der gemeinsamen Bedrohungen, denen sie ausgesetzt waren.

Allerdings stieß der Geistertanz auch auf Widerstand und gewaltsame Zusammenstöße mit dem US-Militär und Siedlern, die 1890 im Wounded Knee Massacre gipfelten, bei dem Hunderte von Lakota Sioux getötet wurden. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Geistertanz ein wichtiger Teil der Geschichte der amerikanischen Ureinwohner und wird auch heute noch in einigen indigenen Gemeinschaften praktiziert.

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