1. Open-Air-Amphitheater:Elisabethanische Theater waren Open-Air-Strukturen, die es dem Publikum ermöglichten, Aufführungen unter freiem Himmel zu erleben. Diese Außenkulisse schuf eine einzigartige Verbindung zwischen den Schauspielern und den Zuschauern.
2. Architektur:Elisabethanische Theater hatten typischerweise eine kreisförmige oder vieleckige Form mit einem Innenhof in der Mitte. Die Bühne befand sich an einem Ende des Hofes und war erhöht, sodass jeder freie Sicht auf die Aufführung hatte.
3. Sitzordnung für das Publikum:Die Sitzordnung in elisabethanischen Theatern war unterschiedlich. Wohlhabendere Gäste saßen auf Bänken oder Hockern in überdachten Galerien oder „Herrenzimmern“. Diese Galerien boten der Oberschicht Komfort und Schutz. Bürgerliche, auch „Erdlinge“ genannt, standen im Hof und umgaben die Bühne.
4. The Globe Theatre:Das berühmteste elisabethanische Theater ist Shakespeares Globe Theatre in London. Es wurde um 1599 erbaut und war im Besitz der Lord Chamberlain's Men, der Schauspieltruppe, zu der auch Shakespeare selbst gehörte, und wurde von ihnen verwaltet. Das Globe stand am Südufer der Themse und wurde 1613 durch einen Brand zerstört. Es wurde 1997 als modernes Globe Theatre wieder aufgebaut.
5. Plattformbühne:Die elisabethanische Bühne war eine Plattform, die sich bis in den Innenhof erstreckte und es den Schauspielern ermöglichte, eng mit dem Publikum zu interagieren. Es war relativ schlicht, ohne aufwändige Bühnenbilder und stützte sich bei der Vermittlung der Geschichte stark auf die Leistungen der Schauspieler.
6. Schauspieler und Rollen:Elisabethanische Theatergruppen bestanden aus Männern und Jungen, da Frauen zu dieser Zeit nicht auf der Bühne auftreten durften. Schauspieler, die sich auf verschiedene Arten von Rollen spezialisiert haben, etwa Helden, Bösewichte, Clowns und weibliche Charaktere.
7. Kostüme:Kostüme waren ein wesentlicher Bestandteil der Aufführungen. Schauspieler trugen lebendige, aufwendige Outfits, die den sozialen Status, die Persönlichkeit und die Absichten ihrer Charaktere symbolisierten.
8. Beleuchtung:Die Aufführungen fanden hauptsächlich tagsüber statt, wobei natürliches Licht genutzt wurde. Bei nächtlichen Aufführungen oder zur Erzielung besonderer Effekte wurde künstliches Licht, beispielsweise Kerzen, eingesetzt.
9. Beteiligung des Publikums:Das Publikum spielte eine aktive Rolle im elisabethanischen Theater. Sie interagierten oft mit den Schauspielern und gaben verbale Antworten und Reaktionen. Diese Interaktion verstärkte das Gesamterlebnis und die Verbindung zwischen Künstlern und Zuschauern.
10. Repertoiresystem:Elisabethanische Theaterkompanien arbeiteten nach einem Repertoiresystem, das heißt, sie verfügten über ein Repertoire an Stücken, die regelmäßig aufgeführt wurden. Dadurch konnten sie experimentieren und starke Verbindungen zu ihrem Publikum aufbauen.
Elisabethanische Theater waren Orte der Kreativität, Innovation und des kulturellen Austauschs. Sie legten den Grundstein für das moderne Theater und boten einigen der größten Werke der dramatischen Literatur eine Bühne.