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Was passiert mit dem englischen Theater während des Interregnums?

Das englische Interregnum war eine Zeit großer Veränderungen für das englische Theater. Nach dem Ausbruch des Englischen Bürgerkriegs im Jahr 1642 verabschiedete das Parlament eine Reihe von Gesetzen, die alle Theater in England schlossen. Dadurch wurde die englische Theaterindustrie für fast zwei Jahrzehnte praktisch lahmgelegt.

Viele Schauspieler und Theaterschaffende waren während des Interregnums gezwungen, eine andere Arbeit zu finden. Einige schlossen sich reisenden Entertainergruppen an, die auf Messen und Märkten auftraten. Andere tauchten unter oder traten sogar dem Militär bei. Einige Schauspieler, wie Edward Alleyn, konnten ihre Auftritte mit einer Sondergenehmigung des Parlaments fortsetzen.

Auch nach dem Ende des Interregnums im Jahr 1660 blieben die Theater geschlossen. Dies war unter anderem auf den anhaltenden puritanischen Einfluss in England zu dieser Zeit zurückzuführen. Puritaner betrachteten Theater als eine sündige und unmoralische Aktivität und waren entschlossen, es zu unterdrücken.

Im Jahr 1660 wurde Karl II. wieder auf den englischen Thron gesetzt. Charles war ein großer Förderer des Theaters und trug bald dazu bei, die englische Theaterindustrie wiederzubeleben. Er erteilte Patente an zwei Schauspielfirmen, die King's Company und die Duke's Company, und diese Unternehmen bauten in London neue Theater.

Die Wiedereröffnung der Theater führte zu einer neuen Ära des Wohlstands für das englische Theater. Dramatiker wie William Shakespeare, John Dryden und William Congreve schrieben in dieser Zeit alle neue Stücke und das englische Theater wurde erneut zu einer der beliebtesten Unterhaltungsformen in England.

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