Open-Air-Atmosphäre :Das Globe Theatre war ein Open-Air-Theater, das heißt, das Publikum war den Elementen ausgesetzt. Die Aufführungen fanden tagsüber, meist nachmittags, statt, um das natürliche Licht zu nutzen. Regen, Wind und sogar extreme Temperaturen können das Erlebnis beeinträchtigen.
Stehen oder Sitzen :Die meisten Zuschauer standen im „Hof“- oder „Gruben“-Bereich in der Mitte des Theaters. Diese stehenden Zuschauer wurden „Groundlings“ genannt und zahlten den niedrigsten Eintrittspreis. Rund um die Bühne gab es auch Holzgalerien oder Sitzreihen, auf denen die Gäste gegen eine höhere Gebühr Platz nehmen konnten.
Nähe zur Bühne :Das Globe Theatre hatte eine relativ kleine Bühne und die Zuschauer standen den Schauspielern ziemlich nahe. Diese Intimität ermöglichte eine direkte Auseinandersetzung und schuf ein starkes Gefühl der Verbundenheit zwischen den Darstellern und den Zuschauern.
Teilnahme des Publikums :Das Globe Theatre war bekannt für seine lebhafte Atmosphäre und die Beteiligung des Publikums. Erdlinge waren besonders lautstark, oft belächelten sie die Schauspieler oder stimmten in Lieder und Refrains ein. Diese Beteiligung trug zum lebendigen und interaktiven Charakter der Aufführungen bei.
Einfaches Staging :Theaterproduktionen zu Shakespeares Zeiten verfügten weder über aufwändige Bühnenbilder noch über fortschrittliche Beleuchtungstechniken. Der Fokus lag vor allem auf der Leistung der Schauspieler, ihren Kostümen und dem Einsatz von Requisiten. Das Globe Theatre nutzte jedoch verschiedene theatralische Mittel wie Falltüren, Balkone und einfache Plattformen, um das Theater aufzuwerten.
Soziale Szene :Der Theaterbesuch war im elisabethanischen London ein gesellschaftliches Ereignis. Das Globe Theatre zog ein vielfältiges Publikum aus allen Gesellschaftsschichten an, darunter Adlige, Kaufleute, Lehrlinge und sogar Frauen (obwohl sie oft Masken tragen mussten, um ihre Identität zu verbergen). Die Menschen gingen nicht nur ins Theater, um die Stücke zu sehen, sondern auch, um Kontakte zu knüpfen, Kontakte zu knüpfen und sich am öffentlichen Diskurs zu beteiligen.
Insgesamt war das Sitzen im Globe Theatre eine Erfahrung, die das Gemeinschaftsgefühl förderte und zu einer aktiven Beteiligung an den Aufführungen anregte. Es war ein Fenster in die lebendige Theaterkultur der Shakespeare-Ära, in der Theaterstücke als Spiegelbild der Gesellschaft dienten und für Unterhaltung, Lachen und zum Nachdenken anregende Diskussionen sorgten.