Operntanz kann je nach Oper, Epoche und kulturellen Traditionen verschiedene Formen und Stile annehmen. Im weitesten Sinne umfasst es sowohl dramatische als auch ballettartige Elemente.
Dramatischer Tanz:
- Dramatischer Tanz in der Oper dient der Verbesserung des Geschichtenerzählens und der Charakterisierung.
- Es vermittelt Emotionen, illustriert Handlungen und erweckt die inneren Kämpfe der Charaktere durch Bewegung zum Leben.
- Es fügt sich oft nahtlos in den dramatischen Ablauf der Oper ein und unterstützt und ergänzt die Musik und das Libretto.
Balletttanz:
- Balletttanz in der Oper umfasst klassische Balletttechniken und formale Strukturen.
– Diese Tanzsequenzen sind normalerweise aufwändiger, technisch anspruchsvoller und unterscheiden sich von der Haupterzählung.
- Balletteinlagen oder Divertissements sorgen für Momente visueller Spektakel, virtuoser Darstellung und unbeschwerter Unterhaltung innerhalb der Oper.
Hier sind einige bemerkenswerte Beispiele für Operntanz:
- „Der Tanz der Stunden“ in Ponchiellis „La Gioconda“ bietet eine lebhafte und farbenfrohe Ballettsequenz, die verschiedene Stunden des Tages darstellt.
- „Der Blumentanz“ in Bizets „Carmen“ ist ein choreografiertes Spektakel, das die sinnliche und exotische Atmosphäre der Oper widerspiegelt.
- „Der schwarze Schwan Pas de Deux“ in Tschaikowskys „Schwanensee“ wird aufgrund seines ikonischen Status und seines kraftvollen emotionalen Ausdrucks oft als interpoliertes Ballett in Opern aufgeführt.
- „Polovtsian Dances“ in Borodins „Prince Igor“ präsentiert energiegeladene und rhythmische Tänze, die den exotischen Geschmack Zentralasiens hervorrufen.
Dies sind nur einige Beispiele für die reiche Tradition des Operntanzes, der nach wie vor ein integraler Bestandteil vieler Opernproduktionen ist und dem Publikum Momente voller Schönheit, Anmut und dynamischer Energie bietet.