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Wurde Crescendo in der Barockmusik verwendet?

Das Crescendo ist eine Musiktechnik, bei der die Lautstärke eines Klangs schrittweise erhöht wird. Obwohl es oft mit späteren Musikepochen wie der Klassik und der Romantik in Verbindung gebracht wird, hat es seinen Ursprung tatsächlich im Barock.

Der Begriff „Crescendo“ kommt vom italienischen Wort „crescere“, was „wachsen“ oder „zunehmen“ bedeutet. Die früheste bekannte Verwendung des Begriffs in einem musikalischen Kontext geht auf das Jahr 1607 zurück, als er vom italienischen Komponisten Adriano Banchieri in seiner Abhandlung „L'organo suonarino“ verwendet wurde. In dieser Abhandlung beschreibt Banchieri, wie man das Crescendo nutzt, um ein Gefühl von Dramatik und Spannung in der Musik zu erzeugen.

Das Crescendo erfreute sich im 17. und 18. Jahrhundert bei Barockkomponisten zunehmender Beliebtheit. Es wurde in einer Vielzahl von Musikgenres verwendet, darunter Opern, Konzerte und Sonaten. Zu den berühmtesten Beispielen barocker Musik, die das Crescendo verwenden, gehören die Eröffnung von Johann Sebastian Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 3 und der „Halleluja“-Chor aus Händels Messias.

Das Crescendo war eine revolutionäre Musiktechnik, die es Komponisten ermöglichte, in ihrer Musik eine größere Bandbreite an emotionalem Ausdruck zu schaffen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Barockmusik und wird auch heute noch von Komponisten verwendet.

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