Biografie
Tschaikowsky wurde am 7. Mai in Wotkinsk, einer Stadt im Gouvernement Wjatka des Russischen Reiches (heutiges Udmurtien), geboren [O.S. 25. April] 1840. Sein Vater war Ilja Petrowitsch Tschaikowsky, ein Bergbauingenieur, und seine Mutter war Alexandra Andrejewna (geb. Assier), die zweite Frau von Ilja Petrowitsch. Tschaikowsky hatte zwei ältere Schwestern und einen jüngeren Bruder.
Tschaikowsky zeigte schon früh sein musikalisches Talent und begann im Alter von fünf Jahren, Klavierunterricht zu nehmen. 1850 zog er nach Sankt Petersburg, um an der Kaiserlichen Jurisprudenzschule zu studieren. Während seiner Schulzeit setzte er sein Musikstudium fort und trat auch im Schulorchester auf.
Tschaikowsky schloss 1859 die Kaiserliche Jurisprudenzschule ab und begann im Justizministerium zu arbeiten. Allerdings gab er bald seinen Job auf, um sich der Musik zu widmen. 1863 schrieb er sich am Sankt Petersburger Konservatorium ein, wo er bei Anton Rubinstein studierte.
Tschaikowsky schloss 1865 sein Studium am Sankt Petersburger Konservatorium ab und begann seine Karriere als Komponist. Seine frühen Werke fanden keinen großen Anklang, doch schließlich gelang ihm mit seiner Oper Eugen Onegin (1879) ein Erfolg. Tschaikowsky komponierte einige der populärsten klassischen Musikstücke, die jemals geschrieben wurden, darunter die Ouvertüre von 1812 (1880), die Ballettsuite „Schwanensee“ (1876) und die Fantasieouvertüre „Romeo und Julia“ (1880).
Tschaikowsky reiste viel durch Europa und die Vereinigten Staaten und wurde oft für sein Dirigieren gelobt. 1893 wurde ihm der St.-Wladimir-Orden verliehen, eine der höchsten Auszeichnungen im Russischen Reich.
Tod
Tschaikowsky starb am 6. November in Sankt Petersburg [O.S. 25. Oktober] 1893, im Alter von 53 Jahren. Seine Todesursache ist nicht sicher, aber es wird angenommen, dass er an Cholera starb. Tschaikowsky wurde auf dem Tichwin-Friedhof in Sankt Petersburg beigesetzt.
Vermächtnis
Tschaikowsky gilt als einer der größten Komponisten aller Zeiten. Seine Werke zeichnen sich durch emotionale Tiefe, melodische Schönheit und reiche Orchestrierung aus. Tschaikowsky war ein Meister vieler verschiedener Musikgenres und hinterließ ein großes und vielfältiges Werk. Seine Musik wird weiterhin von Publikum auf der ganzen Welt aufgeführt und genossen.
Zu Tschaikowskys berühmtesten Werken gehören:
* 1812-Ouvertüre (1880)
* Ballettsuite „Schwanensee“ (1876)
* Romeo und Julia-Fantasie-Ouvertüre (1880)
* Eugen Onegin (1879)
* Die Pik-Dame (1890)
* Der Nussknacker (1892)
* Symphonie Nr. 6 (1893)