Der Schwierigkeitsgrad des Rondo Alla Turca kann je nach Können und Erfahrung des Interpreten variieren. Es ist ein relativ schnelles und lebhaftes Stück mit schnellem Tempo und einer Reihe technischer Herausforderungen. Hier sind einige Faktoren, die zu seiner Schwierigkeit beitragen:
1. Fingertechnik: Das Stück zeichnet sich durch schnelle und komplizierte Fingerpassagen aus, die ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Koordination erfordern. Der ständige Wechsel zwischen rechter und linker Hand kann besonders bei schnellem Tempo eine Herausforderung sein.
2. Rhythmus und Artikulation: Das Rondo Alla Turca hat einen synkopierten Rhythmus und einen Marcato-Artikulationsstil (mit Akzent). Dies erfordert vom Interpreten eine präzise Kontrolle über sein Timing und seine Akzentuierung, um den gewünschten musikalischen Effekt zu erzielen.
3. Dynamikbereich: Das Stück zeichnet sich durch plötzliche und kontrastierende Dynamikwechsel von leise (Klavier) bis laut (Forte) aus. Dies erfordert vom Interpreten eine gute Kontrolle über seinen Anschlag und seine Dynamik, um den ausdrucksstarken Charakter der Musik hervorzuheben.
4. Treten: Der effektive Einsatz des Sustain-Pedals ist in diesem Stück von entscheidender Bedeutung, um Noten zu verbinden und eine sanfte Legato-Linie zu erzeugen. Überbeanspruchung oder falsches Treten können jedoch die Textur verwischen und die Musik unklar klingen lassen.
5. Auswendiglernen: Als Aufführungsstück wird das Rondo Alla Turca oft ohne Noten gespielt, was vom Interpreten ein gutes Gedächtnis für die Noten und die Phrasierung erfordert.
Insgesamt gilt das Rondo Alla Turca zwar nicht als eines der technisch anspruchsvollsten Stücke in Mozarts Repertoire, erfordert aber dennoch eine solide Technik, gute Musikalität und Liebe zum Detail, um es effektiv aufzuführen. Es wird typischerweise als mittelschweres Stück für Pianisten eingestuft.