Hier ist eine Aufschlüsselung der wichtigsten Funktionen:
Struktur und Inhalt:
* Mythologische oder allegorische Themen: Masken beschäftigten sich oft mit klassischen Mythen, Geschichten aus der Bibel oder zeitgenössischen politischen und sozialen Themen.
* Symbolische und fantastische Elemente: Sie zeigten Fabelwesen, Götter und Göttinnen, oft in aufwendigen Kostümen und mit aufwendiger Schminke.
* Höfliche Liebe und Lob: Die Maske war für die Aristokratie eine Möglichkeit, ihren Reichtum und ihre Macht zur Schau zu stellen und dem Monarchen und anderen einflussreichen Persönlichkeiten zu schmeicheln.
* Tanzen und Singen: Tanzen war ein wesentlicher Bestandteil der Maskerade, und oft wurden aufwändige Tänze choreografiert, um die Themen der Aufführung hervorzuheben.
* Musik und Gesang: Bei den Maskenveranstaltungen wurde aufwändige Musik und Lieder gespielt, die oft von renommierten Komponisten der damaligen Zeit komponiert wurden.
* Dialog und Poesie: Es gab oft eine gesprochene Erzählung, bei der Schauspieler Zeilen in Versen oder Prosa vortrugen.
* Spektakel: Die Maske zeichnete sich durch ein großartiges visuelles Spektakel aus, das aufwändige Kostüme, Bühnenbilder und Spezialeffekte umfasste.
* Maskierung: Der wichtigste Teil einer Maske war die Maskierung, bei der sich die Charaktere verkleideten und ihre wahre Identität durch symbolischen Tanz und Bewegung preisgaben. Dabei kamen häufig Masken, aber auch andere Requisiten und aufwendige Kostüme zum Einsatz.
Bedeutung:
* Höfische Unterhaltung: Masken dienten in erster Linie der Unterhaltung des Hofes und des Adels.
* Sozialkommentar: Masken könnten auch verwendet werden, um politische Ereignisse, soziale Themen und zeitgenössische Moral zu kommentieren.
* Künstlerische Innovation: Masken trugen dazu bei, die Kunst des Theaters, des Tanzes, der Musik und der bildenden Kunst voranzutreiben.
* Einfluss auf andere Theaterformen: Die Maske hatte einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der englischen Oper und des englischen Balletts.
Berühmte Beispiele:
* Ben Jonsons „Masque of Blackness“ (1605)
* Inigo Jones‘ „Masque of Beauty“ (1623)
* William Davenants „Die Belagerung von Rhodos“ (1656)
Insgesamt war die elisabethanische Maske eine einzigartige englische Kunstform, die Spektakel, Poesie und Tanz zu einem fesselnden und unvergesslichen Erlebnis kombinierte. Es spiegelte den Geschmack und die Werte der elisabethanischen und jakobinischen Ära wider und fasziniert und inspiriert auch heute noch das Publikum.