Einerseits zeigen Shakespeares Schriften ein hohes Maß an Ehrgeiz und handwerklichem Können, was darauf hindeutet, dass er sich möglicherweise Anerkennung und Lob für sein Werk gewünscht hätte. Er ließ bei der Erstellung seiner Stücke große Sorgfalt walten, überarbeitete sie oft mehrfach und verfügte über ein tiefes Verständnis der menschlichen Natur und der Dynamik der Macht. Darüber hinaus war sich Shakespeare des Potenzials des Theaters als Medium zur Übermittlung tiefgreifender Botschaften und zur Einbindung des Publikums bewusst, was darauf hindeutet, dass er mit seiner Arbeit möglicherweise ein breites Publikum erreichen wollte.
Andererseits schätzten Shakespeares Zeitgenossen sein Werk nicht immer in dem Maße, wie er es sich erhofft hatte. Zu seinen Lebzeiten war er vor allem als Schauspieler und Dramatiker für die Volksbühne bekannt, weniger als literarische Figur. Erst nach seinem Tod wurden seine Werke kanonisiert und als große Literatur angesehen.
Darüber hinaus strebte Shakespeare zu seinen Lebzeiten keine Veröffentlichung seiner Stücke an, und einige seiner Werke wurden posthum oder ohne seine Genehmigung veröffentlicht. Dies könnte darauf hindeuten, dass es ihm nicht allzu sehr darum ging, seinen Ruf zu wahren oder seinen langfristigen Ruhm zu sichern.
Insgesamt ist es möglich, dass Shakespeare ein gewisses Maß an Verlangen nach Ruhm und Anerkennung verspürte, aber seine Beweggründe waren wahrscheinlich komplex und vielschichtig. Obwohl er zweifellos über das Talent und den Ehrgeiz verfügte, Ruhm zu erlangen, hatte er möglicherweise auch andere Prioritäten, wie z. B. seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sein Publikum zufrieden zu stellen oder seine Kreativität zum Ausdruck zu bringen, die Vorrang vor dem bloßen Streben nach Ruhm hatten.