Angst vor Bindung: Holden schildert eine Angst vor Engagement und Verletzlichkeit, die aus seinen früheren Erfahrungen mit Beziehungen und seiner Sicht auf die Welt der Erwachsenen resultiert. Er möchte nicht an die falschen Konventionen und Verantwortlichkeiten des Erwachsenseins gebunden oder „eingebunden“ werden.
Unsicherheiten: Holden zeigt ein geringes Selbstwertgefühl und kein Selbstvertrauen. Er fühlt sich im Vergleich zu anderen minderwertig und unzulänglich und hat Angst vor Ablehnung. Diese Unsicherheiten lassen ihn zögern, intime Beziehungen einzugehen.
Ablehnung und Einsamkeit: Holden hat Angst vor dem Verlassenwerden, die auf den Verlust seines jüngeren Bruders Allie und seine angespannten Beziehungen zu seinen Eltern und Gleichaltrigen zurückzuführen ist. Er schirmt sich vor Intimität ab, um sich vor möglichen Verletzungen und Einsamkeit zu schützen.
Bedürfnis nach Unabhängigkeit: Holden betont seinen Wunsch, frei und unabhängig zu bleiben. Er möchte nicht durch konventionelle gesellschaftliche Normen und Beziehungen eingeschränkt oder kontrolliert werden, die er als erdrückend und oberflächlich ansieht.
Symbolischer Verlust der Unschuld: Intimität, insbesondere körperliche Intimität, wird oft als Symbol für den Verlust der Unschuld und den Übergang ins Erwachsensein angesehen. Holdens Widerstand gegen Intimität könnte sein unterbewusster Wunsch widerspiegeln, seine Kindheitsunschuld zu bewahren und das Erwachsenwerden zu vermeiden.
Diese Faktoren wirken zusammen und führen zu Holdens Widerwillen, sich auf intime Beziehungen einzulassen. Sie spiegeln die Komplexität seines eigenen psychologischen und emotionalen Zustands wider, während er mit seiner Identität, seiner Jugend und dem Übergang ins Erwachsenenalter kämpft.