1. Der von Kummer betroffene Sohn:
* Hamlet wird zunächst von Trauer über den Tod seines Vaters und die hastige Ehe seiner Mutter mit seinem Onkel Claudius konsumiert.
* Diese Trauer manifestiert sich als Wut, Ekel und als Wunsch nach Rache.
* Perspektive: Fühlt sich sowohl von seiner Mutter als auch von der Welt betrogen und in Frage stellt die Natur von Leben und Tod.
2. Der skeptische intellektuelle:
* Hamlet betreibt tief philosophisch, über die Sterblichkeit, den Zweck des Lebens und die Natur der Wahrheit nachzudenken.
* Er ist ein begeisterter Beobachter, der Motive in Frage stellt und die Handlungen anderer in Frage stellt.
* Perspektive: Er bemüht sich, die Welt und seinen Platz darin zu verstehen und sich vor Zweifel und Unsicherheit zu beschäftigen.
3. Der moralische Kompass:
* Er setzt sich mit den ethischen Auswirkungen der Rache auseinander und fragt sich, ob es die Mittel rechtfertigt.
* Er zögert, zu handeln, weil er die Folgen seiner Handlungen und das Potenzial für ein weiteres Blutvergießen befürchtet.
* Perspektive: Glaubt an Gerechtigkeit und Fairness, kämpft aber mit den Praktiken, sie zu erreichen.
4. Der zynische Beobachter:
* Seine Weltanschauung wird im Laufe des Spiels zunehmend zynisch, insbesondere nach dem Tod von Ophelia.
* Er erkennt die Heuchelei und Korruption innerhalb des dänischen Hofes an.
* Perspektive: Sieht die Welt als eine Bühne für Manipulation und Täuschung an, die von Macht und Ehrgeiz angetrieben wird.
5. Der Schauspieler:
* Hamlet interessiert sich sehr für Theater und erkundet es, um seine eigenen Gefühle zu erkunden und andere zu manipulieren.
* Perspektive: Er sieht die Welt als Leistung an und nutzt das Schauspiel, um die Wahrheit aufzudecken und seine Ziele zu erreichen.
6. Der tragische Held:
* Hamlets Unentschlossenheit und verspätete Handlungen führen letztendlich zu seinem Untergang.
* Er wird ein Opfer von Umständen, die von seinen eigenen internen Konflikten und den Machenschaften anderer getrieben wird.
* Perspektive: Letztendlich erkennt er die Sinnlosigkeit seines Strebens nach Rache und die tragischen Folgen seiner Handlungen.
Hamlets Standpunkt ist nicht statisch, sondern dynamisch und entwickelt sich im gesamten Spiel. Es wird von seinen eigenen Erfahrungen, seinen Interaktionen mit anderen und seinem wachsenden Verständnis der Welt um ihn herum geprägt.