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Warum spielten Frauen nicht in Theaterstücken mit?

In den Anfängen des Theaters durften Frauen nicht in Theaterstücken mitspielen, da es als unangemessen und unmoralisch galt, wenn Frauen auf der Bühne auftraten. Die Schauspielerei galt als Männerberuf und Frauen war die Teilnahme an öffentlichen Unterhaltungsveranstaltungen jeglicher Art nicht gestattet. Dies lag an den damals vorherrschenden gesellschaftlichen Normen und Geschlechterrollen, die Frauen auf den häuslichen und privaten Bereich beschränkten und sie von der Teilnahme an öffentlichen Aktivitäten abhielten.

Darüber hinaus herrschte die Überzeugung, dass Frauen zu emotional und irrational seien, um effektiv auf der Bühne auftreten zu können. Es wurde angenommen, dass Frauen ihre Emotionen nicht kontrollieren könnten und bei Auftritten zu hysterischen Anfällen neigen würden. Diese Ansicht wurde durch die damals vorherrschenden wissenschaftlichen und medizinischen Theorien gestützt, die Frauen als von Natur aus schwächer und emotionaler als Männer darstellten.

Aufgrund dieser sozialen und kulturellen Faktoren war es Frauen über viele Jahrhunderte hinweg nicht gestattet, in Theaterstücken mitzuwirken. Erst im späten 17. Jahrhundert tauchten in einigen europäischen Ländern erstmals Frauen auf der Bühne auf, und selbst dann beschränkten sie sich oft auf bestimmte Rollen, etwa als Dienerinnen oder ältere Frauen. Erst im 19. Jahrhundert erhielten Frauen mehr Möglichkeiten, auf der Bühne aufzutreten und ein breiteres Rollenspektrum zu übernehmen.

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