Das antike Griechenland und Rom:
* Ursprünglich galten Schauspieler als Personen mit niedrigem Status: Wird oft mit manueller Arbeit in Verbindung gebracht und gilt als weniger angesehen als andere Berufe.
* Entwicklung zu berühmten Persönlichkeiten: Mit zunehmender Beliebtheit des Theaters wurden Schauspieler zu wichtigen Persönlichkeiten, die das Publikum unterhalten und aufklären konnten. Thespis, der erste Schauspieler im westlichen Theater, wurde von manchen sogar als Gottheit angesehen.
Mittelalterliches Europa:
* Mit der Kirche verbundene Akteure: Oft traten Priester oder Mönche in religiösen Theaterstücken auf, was ihnen ein gewisses Maß an Respekt entgegenbrachte.
* Veränderung der Einstellungen: Als das säkulare Theater aufkam, galten Schauspieler erneut als weniger respektabel. Einige hielten sie aufgrund ihrer Darstellung verschiedener Charaktere für unmoralisch.
Renaissance und elisabethanische Ära:
* Schauspieler erlangten Anerkennung: Im Goldenen Zeitalter des Theaters mit Dramatikern wie Shakespeare wurden Schauspieler zu herausragenden Persönlichkeiten, obwohl ihr sozialer Status niedriger blieb als der von Aristokraten.
18. und 19. Jahrhundert:
* Erhöhte Professionalität: Die Entwicklung professioneller Schauspielfirmen und der Aufstieg des Starsystems trugen dazu bei, den Status der Schauspieler zu verbessern.
* Immer noch mit Stigmatisierung konfrontiert: Schauspieler wurden oft mit Misstrauen betrachtet, da sie dazu neigten, Charaktere mit Fehlern darzustellen, was als negatives Licht auf den eigenen Charakter gewertet werden könnte.
20. Jahrhundert:
* Aufstieg Hollywoods und das „Goldene Zeitalter“: Schauspieler wurden zu Ikonen und erlangten immensen Reichtum und Ruhm. Das glamouröse Image Hollywoods trug dazu bei, ihren Status zu steigern.
* Bürgerrechtsbewegung: Der Kampf um Rassengleichheit in den Vereinigten Staaten wirkte sich auch auf die Wahrnehmung von Schauspielern aus, da schwarze Schauspieler Rassenstereotypen in Frage stellten und mehr Anerkennung erlangten.
Neuzeit:
* Soziale Medien und Reality-TV: Schauspieler sind jetzt zugänglicher, da soziale Medien und Reality-TV die Grenzen zwischen „echtem“ und „schauspielerischem“ Leben verwischen.
* Perspektivenwechsel: Es besteht ein wachsendes Bewusstsein für die Komplexität des Schauspielberufs und die damit verbundenen Fähigkeiten, künstlerischen Fähigkeiten und persönlichen Opfer.
Faktoren, die zur Veränderung beitragen:
* Soziale und kulturelle Werte: Veränderungen in den gesellschaftlichen Ansichten über Moral, Klasse und Unterhaltung haben die Wahrnehmung von Schauspielern beeinflusst.
* Technologische Fortschritte: Von der Bühne bis hin zu Film und Fernsehen haben technologische Entwicklungen die Reichweite und den Einfluss der Schauspieler erweitert.
* Mediendarstellungen: Die Art und Weise, wie Schauspieler in den Medien dargestellt werden (sowohl positiv als auch negativ), prägt die öffentliche Wahrnehmung.
* Einzelne Erfolge: Der Erfolg und der Einfluss bestimmter Akteure haben dazu beigetragen, den Status des Berufsstandes zu verbessern.
Letztendlich hat sich die Haltung gegenüber Akteuren im Laufe der Geschichte weiterentwickelt, angetrieben durch ein komplexes Zusammenspiel sozialer, kultureller und technologischer Faktoren. Während sie zeitweise mit Vorurteilen und Skepsis konfrontiert wurden, haben Schauspieler auch breite Anerkennung und Bewunderung erlangt, was die sich verändernde Natur der Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Unterhaltung widerspiegelt.