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Was sind Beispiele für verbale Ironie in der Tragödie Julius Cäsar, Akt 1?

Im ersten Akt von William Shakespeares Tragödie „Julius Caesar“ gibt es mehrere Beispiele verbaler Ironie:

1. Caesars Antwort an den Wahrsager:

Nachdem der Wahrsager Caesar gewarnt hat, sich vor den Iden des März zu hüten, entlässt Caesar ihn mit ironischen Worten:

„Er ist ein Träumer. Lasst uns ihn verlassen. Vorübergehen“ (II.i.20).

Caesar weist die Warnung spöttisch zurück, ohne sich der drohenden Gefahr bewusst zu sein, die ihn erwartet.

2. Cascas Beschreibung von Caesar:

Casca, ein Verschwörer gegen Caesar, beschreibt Caesars Handlungen und Verhalten sarkastisch, als wäre er ein Gott:

„Als er merkte, dass die gemeine Herde froh war, dass er die Krone ablehnte, riss er mich aus seinem Wams und bot ihnen seine Kehle zum Durchschneiden an. Und ich wäre ein Mann von irgendeinem Beruf gewesen, wenn ich ihn nur beim Wort genommen hätte, ich.“ hätte ihn getötet und seinen Mantel bekommen“ (I.ii.118-122).

Casca verspottet die Absurdität von Caesars selbstverherrlichenden Handlungen und die Verehrung der Menge für ihn.

3. Cassius' Überzeugung von Brutus:

Mit Sarkasmus und Ironie versucht Cassius, Brutus davon zu überzeugen, sich der Verschwörung gegen Cäsar anzuschließen. Er wirft Brutus vor, gegenüber den Bedrohungen, die Caesar für die Römische Republik darstellt, unsensibel und gleichgültig zu sein.

„Du bist langweilig, Cassius, und die Funken Leben, die in einem Roman sein sollten, willst du, sonst nutzt du sie nicht“ (I.ii.138-140).

Cassius wirft Brutus ironischerweise mangelnde Leidenschaft und Mut vor, obwohl Brutus von widersprüchlichen Loyalitäten und Prinzipien zerrissen ist.

4. Cascas Beschreibung von Cassius:

Casca liefert Brutus eine ironische Beschreibung von Cassius:

„Sie wissen, dass Caesar aufgrund seines Alters fast seine Natur verändert hat. Aber es ist so viel anders in ihm, dass Cassius befürchtet, er könne seinen Arm nicht hoch genug heben, um seinen Kopf ruhig zu halten“ (I.ii.211-214) .

Casca weist sarkastisch darauf hin, dass Cassius zu schwach und gebrechlich sei, um eine Bedrohung für Caesar darzustellen, obwohl er in Wirklichkeit ein bedeutender Verschwörer ist.

5. Brutus‘ Rechtfertigung der Ermordung Caesars:

Brutus versucht, die Ermordung Caesars zu rechtfertigen, indem er ironischerweise behauptet, dass sie dem größeren Wohl Roms diene:

„Da Cäsar mich liebte, weine ich um ihn; weil er Glück hatte, freue ich mich darüber; weil er tapfer war, ehre ich ihn; aber weil er ehrgeizig war, habe ich ihn getötet. Es gibt Tränen für seine Liebe, Freude für sein Vermögen, Ehre für seine Tapferkeit und Tod für seinen Ehrgeiz“ (III.i.137-141).

Brutus‘ Rede nutzt Ironie, um die widersprüchlichen Emotionen und Komplexitäten rund um Caesars Tod hervorzuheben.

Diese Beispiele verbaler Ironie verleihen dem Stück Tiefe und Komplexität, indem sie Bedeutungsebenen schaffen und die Motivationen und inneren Kämpfe der Charaktere hervorheben.

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