Argumente für Hamlets echten Wahnsinn
* Hamlet beginnt das Stück bereits in Trauer um den Tod seines Vaters und ist davon zutiefst betroffen.
* Er sieht den Geist seines Vaters, den nur er sehen kann, und ist darüber zutiefst beunruhigt.
* Er spricht auf seltsame und unlogische Weise und sein Verhalten ist oft unberechenbar.
* Er scheint seine Handlungen nicht unter Kontrolle zu haben und scheint oft aus einem Impuls heraus zu handeln.
Argumente für Hamlets vorgetäuschten Wahnsinn
* Hamlet selbst sagt zu Ophelia, dass er nur vortäuscht, verrückt zu sein.
* Er ist in der Lage, diejenigen zu überlisten, die glauben, er sei wirklich verrückt, wie Polonius und Claudius.
* Er scheint seine Geschichte nicht zu glauben, nachdem er miterlebt hat, wie Ophelias Vater getötet wurde.
* Er ist in der Lage, rational und kohärent zu handeln, wenn es seinen Zielen entspricht.
Letztlich ist es Sache des einzelnen Lesers, zu entscheiden, ob er glaubt, dass Hamlet wirklich verrückt ist, oder ob er den Wahnsinn nur vortäuscht. Es gibt Beweise, die beide Perspektiven stützen, und das Stück ist in diesem Punkt absichtlich zweideutig.