2. Künstlerische Freiheit und Experimentierfreudigkeit: Die Romantiker glaubten an die Bedeutung der freien Meinungsäußerung und Vorstellungskraft in Kunst, Literatur und anderen Formen des kreativen Ausdrucks. Sie lehnten sich gegen klassische und traditionelle Formen und Techniken auf und machten sich stattdessen auf das Experimentieren ein, was oft als Ablehnung der etablierten künstlerischen Normen angesehen wurde.
3. Feier der Natur: Die Romantiker feierten die Natur als Quelle der Inspiration, Ehrfurcht und spirituellen Kraft. Dies wurde als rebellisch angesehen, weil es den vorherrschenden Fokus auf Vernunft, Logik und Materialismus in Frage stellte, der einen Großteil des vorherigen intellektuellen Diskurses geprägt hatte.
4. Emotionaler Ausdruck: Die Romantiker glaubten an die Bedeutung des Ausdrucks positiver und negativer Emotionen. Dies wurde als rebellisch angesehen, da Emotionen in traditionellen Gesellschaften oft unterdrückt oder als irrational angesehen wurden.
5. Politische und soziale Kritik: Viele romantische Schriftsteller und Künstler nutzten ihre Werke, um politische und soziale Themen zu kritisieren, darunter Unterdrückung, Ungleichheit, Ausbeutung und die negativen Folgen der Industrialisierung und Urbanisierung. Dies wurde als rebellisch angesehen, weil es den Status quo in Frage stellte und Autoritäts- und Machtstrukturen in Frage stellte.
6. Einfluss auf die Französische Revolution: Einige haben argumentiert, dass die romantische Bewegung mit ihrer Betonung des emotionalen Ausdrucks, des Individualismus und der Rebellion zum Aufstieg revolutionärer Gefühle beitrug und die Französische Revolution (1789) beeinflusste. Obwohl dieser Zusammenhang komplex und vielschichtig ist, verdeutlicht er, wie die Bewegung als potenzielle politische Auswirkungen wahrgenommen wurde.
Insgesamt führten die Herausforderung der Romantiker an etablierte Normen, ihre Betonung von Individualismus und emotionalem Ausdruck, ihr künstlerisches Experimentieren und ihre Kritik an sozialen und politischen Themen dazu, dass sie zu ihrer Zeit als Rebellen angesehen wurden.