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Inwiefern ist der Zufall ein Bestandteil der Tragödie Shakespeares?

In Shakespeares Tragödie spielen Zufall oder Glück oft eine entscheidende Rolle, beeinflussen das Leben und Schicksal der Charaktere und tragen zum allgemeinen tragischen Untergang bei. Shakespeare stellt den Zufall als unvorhersehbare äußere Kraft dar, die Ordnung und Harmonie stören und Charaktere in unvorhergesehene Umstände und letztendlich zu ihrem tragischen Ende führen kann.

1. Unerwartete Ereignisse :In Shakespeares Tragödien kommt es oft zu unerwarteten Schicksalsschlägen oder plötzlichen Ereignissen, die die Kette tragischer Ereignisse in Gang setzen. In „Romeo und Julia“ beispielsweise führt die tragische Fehde zwischen den Familien Montague und Capulet zu einer Reihe unglücklicher Ereignisse, darunter der Tod von Tybalt und die Verbannung von Romeo.

2. Zufall :Zufällige Ereignisse und zufällige Begegnungen tragen häufig zu den tragischen Folgen bei. In Hamlet löst der Unfalltod von Hamlets Vater, König Hamlet, die darauffolgende Reihe von Tragödien aus, darunter Hamlets Wahnsinn und der Tod mehrerer Charaktere.

3. Missverständnis und Missverständnis :Fehlkommunikation und Missverständnisse sind ebenfalls häufige Elemente von Shakespeares Tragödien. Diese entstehen oft durch zufällige Begegnungen oder falsche Annahmen. In Othello zum Beispiel führen Jagos listige Manipulation und Desdemonas verlegtes Taschentuch zu tragischen Missverständnissen, die letztendlich Othellos Untergang verursachen.

4. Schicksal und Prophezeiung :Shakespeare vermittelt manchmal das Gefühl eines vorherbestimmten Schicksals oder einer Prophezeiung, was darauf hindeutet, dass Charaktere Kräften ausgesetzt sind, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen. In Macbeth sagen die Prophezeiungen der drei Hexen Macbeths Aufstieg zur Macht und seinen eventuellen Untergang voraus. Dieses Schicksalsgefühl verleiht dem Stück eine tragische Dimension und deutet darauf hin, dass die Charaktere nur begrenzte Möglichkeiten haben, ihr eigenes Schicksal zu gestalten.

5. Ironie und Schicksalswende :In Shakespeares Tragödien kommt oft dramatische Ironie zum Einsatz, bei der die Handlungen und Absichten der Charaktere aufgrund zufälliger Ereignisse tragischerweise nach hinten losgehen. Diese Umkehrung des Schicksals verleiht den Stücken Eindringlichkeit und unterstreicht die Unvorhersehbarkeit des Lebens. In „König Lear“ löst Lears Entscheidung, sein Königreich unter seiner Tochter aufzuteilen, eine Reihe ironischer Wendungen aus, die zu seinem tragischen Untergang führen.

Durch die Betonung der Rolle des Zufalls verstärkt Shakespeare das Gefühl der Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit in seinen Tragödien. Dies unterstreicht die Verletzlichkeit des Menschen und die Fragilität seines Schicksals. Zufallskräfte werden Teil des tragischen Zusammenspiels zwischen menschlichen Handlungen, Emotionen und äußeren Umständen und führen die Charaktere in ihren unaufhaltsamen Untergang.

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